Schülerproteste in Frankreich

Protest in Frankreich flaut ab – Aktionstag am Dienstag

Schülerinnen und Schüler in Frankreich fordern mehr Geld für Bildung und blockieren seit Wochen Gymnasien. Unterstützung bekommen sie aus der Lehrerschaft. Wie geht der Schulprotest weiter?

Bei einer Demonstration gegen unterfinanzierte Schulen kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Schülern und der Polizei. (zu dpa: «Schulprotest in Frankreich flaut ab - Aktionstag am Dienstag»)

© Teresa Suarez/AP/dpa

Bei einer Demonstration gegen unterfinanzierte Schulen kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Schülern und der Polizei. (zu dpa: «Schulprotest in Frankreich flaut ab - Aktionstag am Dienstag»)

Von dpa

Die Schülerproteste in Frankreich haben zwischenzeitlich an Umfang verloren. Für diesen Dienstag wird jedoch erneut zu einem landesweiten Aktionstag mobilisiert. 

Wie das Bildungsministerium mitteilte, waren zum Wochenstart am Montag 96,5 Prozent der Gymnasien geöffnet, 130 waren im Zusammenhang mit Protesten geschlossen. Von Blockade- und Protestaktionen an Schulen waren 27 Departements betroffen, in 74 Departements gab es keinerlei Aktionen.

Allerdings beklagte das Ministerium eine Zunahme der Gewalt bei Protesten. Alleine am Montagmorgen seien acht Schulbeschäftigte verletzt worden. Gewalttätige Vorfälle hätten sich im Bereich Créteil, Bordeaux und Lyon konzentriert. 

Bereits seit über zwei Wochen demonstrieren Schüler in Frankreich für eine bessere Ausstattung der Gymnasien, mehr Vertretungslehrer und Investitionen in das Bildungswesen. Teils kam es am Rande zu Ausschreitungen. Einsatzkräfte nahmen Tausende junge Menschen vorübergehend fest.

Lehrergewerkschaften unterstützen Schüler bei Aktionstag

Während des Aktionstags am Dienstag wollen die Schüler in die Nähe des Sitzes des Premierministers ziehen, während in der Nationalversammlung die Beratungen über den kommenden Haushalt anlaufen.

Auch Lehrergewerkschaften haben dazu aufgerufen, an dem Tag zu streiken und sich dem Protest der Schüler anzuschließen. Während die Regierung die Proteste zunächst zu unterbinden versuchte, ist sie mittlerweile bemüht, die wütenden Schülerinnen und Schüler zu beschwichtigen. 

Frankreichs Premier Sébastien Lecornu schaltete sich ein und versprach bessere Lernbedingungen. Bildungsminister Édouard Geffray kündigte an, dass 3.000 Vertretungslehrkräfte zügig an die Schulen kommen. Den Demonstranten reicht das nicht. Doch die Regierung steht wegen der hohen Verschuldung und dem Sparzwang finanziell unter Druck.

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Erstellt:
13. Oktober 2026, 05:56 Uhr

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