Spielzeughersteller

Schleich bekommt neuen Besitzer

Gruppe von Kreditgebern möchte nach Medienangaben sämtliche Anteile erwerben. Von den Unternehmen gibt es keine Kommentare.

Eine Mitarbeiterin des Spielfigurenherstellers Schleich bemalt am Firmensitz in Schwäbisch Gmünd einen Prototypen einer neuen Figur.

© Bernd Weißbrod/dpa

Eine Mitarbeiterin des Spielfigurenherstellers Schleich bemalt am Firmensitz in Schwäbisch Gmünd einen Prototypen einer neuen Figur.

Von AFP STATISTISCH

Beim angeschlagenen Spielzeughersteller Schleich bahnt sich nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ erneut ein Eigentümerwechsel an. Kreditgeber des Unternehmens, darunter die Beteiligungsgesellschaft H.I.G. Capital, wollen die Kontrolle bei Schleich übernehmen, wie die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Finanzkreise berichtete. Geplant sei, Forderungen der Finanzgläubiger in Anteilsrechte umzuwandeln.

H.I.G. Capital habe beim Bundeskartellamt bereits den „indirekten Erwerb einer Minderheitsbeteiligung“ an der Schleich Group Holding angemeldet. Auch bei den österreichischen Wettbewerbsbehörden sei ein Antrag eingereicht worden. Eine Gruppe von Kreditgebern beabsichtige im Zuge einer finanziellen Restrukturierung „mittelbar sämtliche Anteile an der Schleich Group Holding“ zu erwerben, heißt es darin. H.I.G. wollte den Vorgang auf Anfrage der „Wirtschaftswoche“ nicht kommentieren.

Das 1935 von Friedrich Schleich in Schwäbisch Gmünd gegründete Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der größten Spielwarenhersteller Deutschlands. Die Spielfiguren aus Hartgummi – Bauernhoftiere, wilde Tiere, Dinosaurier sowie Ritter, Elfen und Schlümpfe – werden in mehr als 50 Ländern verkauft.

Seit längerem Probleme

Seit 2019 gehört Schleich der Schweizer Private-Equity-Gesellschaft Partners Group. Auch sie wollte den Bericht der „Wirtschaftswoche“ nicht kommentieren. Die Partners Group hatte das Unternehmen von der französischen Investmentgesellschaft Ardian übernommen.

Schleich kämpft seit geraumer Zeit mit Problemen. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren die Umsätze stark angestiegen, brachen danach aber wieder ein. Das Management reagierte mit Sparmaßnahmen. Unter anderem gab Schleich seinen Stammsitz in Schwäbisch Gmünd im Osten Baden-Württembergs auf. Der Hauptsitz wurde nach München verlegt.

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Erstellt:
27. August 2026, 15:02 Uhr

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