Landtagswahl MV

Schwesig irritiert von Merz-Äußerung

Manuela Schwesig zeigt sich irritiert über Friedrich Merz’ Äußerung zu seinem Reformkurs. Sie fordert vom Kanzler mehr Demut und Selbstkritik.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz mehr Selbstkritik.

© MARCUS BRANDT/afp

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz mehr Selbstkritik.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich verwundert gezeigt über eine Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu dessen Kurs. Auf die Frage, ob sie die Aussage des CDU-Vorsitzenden vom frühen Abend begrüße, wonach er bei seinem Reformkurs und im Amt bleiben wolle, sagte Schwesig: „Ich bin über diese Aussage sehr irritiert.“

Vom Kanzler sei eigentlich mehr Demut angebracht. „Wenn ich sehe, wie schlecht hier die CDU abschneiden wird, mit der ich selber viele Jahre auch gut zusammengearbeitet habe, muss der Kanzler sich schon selbstkritisch fragen, ob er einfach so weitermachen kann.“ Der Kanzler und die gesamte Bundesregierung seien gefragt, „kritisch zu überlegen, was sie ändern, weil sonst die AfD überall immer stärker wird“.

Die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich im Wahlkampf stark von der Bundesregierung aus Union und SPD abgegrenzt. Nach einer Aufholjagd landet die SPD laut Hochrechnungen mit rund 35,4 bis 35,5 Prozent rund 2,5 Punkte hinter der AfD auf Platz zwei. Die CDU im Nordosten stürzte demnach auf ein historisch schlechtes Ergebnis ab und könnte erstmals aus einem Landtag fliegen.

Zum Artikel

Erstellt:
21. September 2026, 06:58 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2026, 10:16 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Luftwaffenstützpunkt in UK

Trump zu Vorfall an Militärbasis: Wollten „großen Schaden“

Alarm außerhalb eines britischen Luftwaffenstützpunkts, den die US-Luftwaffe nutzt: Fünf Männer stehen im Verdacht, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Nun äußert sich der US-Präsident.

Irritationen über Bild

Neue Aufregung über Spahn in der Unionsfraktion

Im Juli trat Jens Spahn als Unionsfraktionschef zurück. Auf seinem neuen Posten im Haushaltsausschuss scheint er aber nur schwer Fuß zu fassen. Ein Foto löst neue Irritationen aus.

Streit zwischen Union und SPD

In der Pflege fehlen 8 Milliarden Euro – wie geht es weiter?

Carsten Linnemann wollte kommende Woche seine Pflegereform durchs Kabinett bringen, doch der Koalitionspartner blockiert. Worum es geht und was die Opposition stattdessen fordert.