Midterms

So lange ist Trump nach der Wahl noch im Amt

Am 3. November 2026 finden in den USA die sogenannten Midterms statt. Die Kongresswahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump muss sich bei den Midterms auf eine Niederlage seiner Partei einstellen.

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump muss sich bei den Midterms auf eine Niederlage seiner Partei einstellen.

Von Lukas Böhl

Bei den Midterms entscheiden die US-Amerikaner über die Zusammensetzung des Kongresses. Gewählt werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie rund ein Drittel der Mitglieder des Senats. Die Wahlen finden traditionell zur Halbzeit einer vierjährigen Präsidentschaft statt.

Für Donald Trump haben die Midterms eine besondere Bedeutung. Der Republikaner befindet sich seit dem 20. Januar 2025 in seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident. Ob seine Partei die Mehrheiten im Kongress halten kann, könnte entscheidenden Einfluss darauf haben, wie viel politischen Handlungsspielraum ihm in den kommenden Jahren bleibt.

Wann endet Trumps Amtszeit?

Donald Trumps reguläre Amtszeit endet am 20. Januar 2029 um 12 Uhr Ortszeit in Washington. Das ist in der US-Verfassung festgelegt. Nach den Midterms vom 3. November 2026 bleibt Trump somit noch etwas mehr als zwei Jahre im Amt – genau 808 Tage.

Die nächsten regulären Präsidentschaftswahlen finden am 7. November 2028 statt. Bis zum Amtsantritt des nächsten Präsidenten im Januar 2029 bleibt Trump im Amt, sofern seine Präsidentschaft nicht vorzeitig endet.

Eine erneute Kandidatur Trumps ist nach geltendem Verfassungsrecht ausgeschlossen. Der 22. Verfassungszusatz begrenzt die Wahl eines Präsidenten auf maximal zwei Amtszeiten. Da Trump bereits von 2017 bis 2021 Präsident war, ist seine zweite Amtszeit zugleich seine letzte regulär mögliche.

Welche Folgen haben die Midterms für Trump?

Bei den Zwischenwahlen steht nicht das Präsidentenamt zur Wahl. Selbst wenn die Demokraten die Mehrheit in einer oder beiden Kammern des Kongresses gewinnen, bleibt Trump Präsident.

Allerdings könnte ein solcher Machtwechsel seine Regierungsarbeit erschweren. Der Kongress entscheidet unter anderem über Bundesgesetze und staatliche Ausgaben. Eine demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus könnte zudem parlamentarische Untersuchungen gegen die Regierung vorantreiben.

Behält Trumps Republikanische Partei hingegen die Kontrolle über beide Kammern, könnte dies die Umsetzung seiner politischen Vorhaben erleichtern.

Der neu gewählte Kongress tritt am 3. Januar 2027 zusammen. Erst dann verändert sich die Zusammensetzung des Parlaments auf Grundlage der Midterms.

Kann Trump vorzeitig sein Amt verlieren?

Ein vorzeitiges Ende der Präsidentschaft ist grundsätzlich möglich, etwa durch Rücktritt, Tod oder eine Amtsenthebung.

Für eine Amtsenthebung müsste das Repräsentantenhaus zunächst ein entsprechendes Verfahren beschließen. Anschließend wäre im Senat eine Zweidrittelmehrheit für eine Verurteilung erforderlich. Eine einfache Mehrheit der Demokraten im Kongress würde dafür nicht ausreichen.

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Erstellt:
3. November 2026, 11:48 Uhr

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