Schluss mit Schlieren
So putzen Profis ihre Fenster wirklich streifenfrei
Eine professionelle Gebäudereinigungsmeisterin hat im ARD-Buffet ihre besten Kniffe verraten, mit denen Scheiben und Rahmen im Handumdrehen wieder glasklar werden.
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So putzt man die Fenster richtig.
Von Lukas Böhl
Bevor Sie überhaupt Wasser an die Scheibe lassen, ist der Rahmen dran. Nutzen Sie am besten eine kleine Handbürste, um Spinnweben oder feinen Staub (wie Saharastaub) aus den Falzen zu entfernen. Das verhindert, dass Schmutzpartikel beim anschließenden Putzen über das Glas gezogen werden und unschöne Kratzer hinterlassen.
Spülmittel statt teurem Spezialreiniger
Sie brauchen kein Glasreinigungsmittel aus der Drogerie. Ein bis zwei Tropfen herkömmliches Spülmittel reichen in der Regel völlig aus. Der große Vorteil: Spülmittel löst Fette und Schmutz extrem zuverlässig.
Den Schmutz erst einweichen lassen
Geben Sie das Spülwasser grob auf die Fensterscheibe auf und lassen Sie es kurz einwirken. Dadurch weicht der Schmutz auf, quillt an und hartnäckige Verunreinigungen lassen sich im Anschluss mühelos lösen – oft ganz ohne mechanische Hilfsmittel.
Der größte Fehler: Niemals in der prallen Sonne putzen
Auch wenn es verlockend ist: Scheint die Sonne direkt auf das Glas, trocknet das Reinigungswasser viel zu schnell an. Die Folge sind unweigerlich Schlieren. Suchen Sie sich für den Hausputz lieber einen bedeckten Tag aus.
Wie die Profis abziehen: Der Achterschlag
Statt den Abzieher einfach kreuz und quer über die Scheibe zu ziehen, nutzen Profis den sogenannten Achterschlag. Dabei setzt man den Abzieher unten an, führt ihn in einer schwungvollen Bewegung hoch in die Ecke, zieht ihn in einer Kurve wieder herunter und fängt das Schmutzwasser optimal auf.
Zum Schluss der Feinschliff
Bleiben nach dem Abziehen doch noch kleine Rückstände zurück, hilft ein spezieller Glasreiniger mit Spiritus. Sprühen Sie diesen auf die Scheiben auf und wischen Sie mit einem Mikrofaser- oder Küchentuch darüber, bis keine Schlieren mehr zu sehen sind. Überprüfen Sie das Ergebnis aus mehreren Winkeln. Oft fällt erst bei direktem Lichteinfall auf, dass noch Rückstände vorhanden sind. Hier kann bedarfsweise nochmal nachgearbeitet werden.
