Uni Freiburg

„Spanner-Fall“ schlägt weiter hohe Wellen

Der Fall um einen Ex-Mitarbeiter der Uni Freiburg, der heimlich Frauen filmte, schlägt Wellen. Das Wissenschaftsministerium beauftragt ein Gutachten - die Expertin ist nicht unbekannt.

Das Wissenschaftsministerium hat eine externe Expertin für ein Gutachten beauftragt.

© Patrick Seeger/dpa/Patrick Seeger

Das Wissenschaftsministerium hat eine externe Expertin für ein Gutachten beauftragt.

Von red/dpa

Im Fall um einen früheren Mitarbeiter der Universität Freiburg, der jahrelang heimlich Frauen filmte, hat das Wissenschaftsministerium eine externe Expertin für ein Gutachten beauftragt. Die ehemalige Justizministerin von Niedersachsen, Barbara Havliza (CDU), soll untersuchen, wie die Uni mit dem Fall umgegangen ist und ob hinreichend kommuniziert wurde, wie das Ministerium mitteilte. Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ berichtet.

Vor rund zwei Monaten war ein ehemaliger Mitarbeiter der Uni vor Gericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er hatte über einige Jahre hinweg heimlich Aufnahmen von mehreren Hundert Frauen in intimen Situationen gemacht. Etwa in einer von ihm privat vermieteten Wohnung und auch in Sanitärräumen der Universität. Die Staatsanwaltschaft Freiburg legte Berufung ein. Sie hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

Das Urteil brachte viel Kritik, es kam zu Demonstrationen. Auch die Uni sah sich heftiger Kritik ausgesetzt in Bezug auf die Kommunikation zu dem Fall. Havliza soll dem Ministerium zufolge bis spätestens Ende Oktober den Sachverhalt aufklären. Der Vorschlag ihrer Berufung sei aus dem Universitätsrat gekommen.

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Erstellt:
6. Mai 2026, 15:38 Uhr

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