Nach Rekordpreisen

Spritpreise übers Wochenende wieder leicht gesunken

Nach den Rekorden der vergangenen Woche ist Tanken wieder etwas billiger geworden. Inzwischen stagniert der Preis aber.

Die Spritpreise bewegen sich weiter auf einem hohen Niveau.

© Rolf Vennenbernd/dpa

Die Spritpreise bewegen sich weiter auf einem hohen Niveau.

Nach den Rekordständen der vergangenen Woche haben die Spritpreise übers Wochenende nachgegeben. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter Super E10 2,279 Euro, ein Liter Diesel 2,446 Euro, wie der ADAC mitteilt. Damit hat der E10-Preis seit seinem Rekord am vergangenen Mittwoch 3,5 Cent nachgegeben, der Dieselpreis seit seinem Hoch am Donnerstag um 2,5 Cent.

Der Rückgang entfiel vor allem auf Freitag und Samstag. Am Sonntag blieb der E10 Preis stabil, Diesel verteuerte sich sogar minimal. Erste Zahlen zum Montag auf dem Spritpreisportal „Tankerkönig“ zeigen wenig Bewegung. Kurz nach 9 Uhr waren Diesel und Benzin dort jeweils minimal teurer als zur gleichen Zeit am Vortag.

Rohölpreis gibt weiter nach

Vom Ölpreis kamen unterdessen für Autofahrer günstige Signale. Er sank am Montagmorgen den vierten Handelstag in Folge. Der Rohölpreis ist in der Regel der wichtigste Treiber von Änderungen der Spritpreise. Hinzu kommen weitere Faktoren wie Transport- und Raffineriekapazitäten. Zudem ist der Preis für Diesel krisenanfälliger – weswegen der Kraftstoff derzeit auch mehr kostet als Benzin, obwohl er niedriger besteuert wird.

Regional und je nach Tankstelle können die Preise deutlich abweichen. Zudem schwankt der Preis im Tagesverlauf stark. Während die Preise für Premiumkraftstoffe an Autobahntankstellen kurz nach dem üblichen Mittagssprung zuletzt teilweise bis auf mehr als 3 Euro kletterten, gab es am Montagmorgen in billigen Regionen aber auch zahlreiche Tankstellen, die den Liter E10 für deutlich weniger als 2,20 Euro anboten. 

Angesichts der hohen Preise haben sich Bund und Länder auf einen neuen Tankrabatt von Anfang Oktober bis Ende Dezember geeinigt. Dazu soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter gesenkt werden. Zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt das eine Entlastung von knapp 17 Cent pro Liter. Zudem ist spätestens ab Januar 2027 auch ein Spritpreisdeckel geplant, aber als Kriseninstrument und nicht dauerhaft. Ökonomen sehen insbesondere den Tankrabatt kritisch.

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Erstellt:
21. September 2026, 10:08 Uhr

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