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Stadt setzt auf Hilfe bei Feldwegsanierung

Die Verwaltung hat sich vorgenommen, in den Teilorten eine Reihe von Strecken wieder auf Vordermann zu bringen. Bei den 6,5 Kilometern hofft sie auf eine Förderung von 40 Prozent der Kosten. Im kommenden Jahr sollen insgesamt rund 125000 Euro investiert werden.

Bei Käsbach gibt es einen Feldweg, der saniert werden soll. Mit rund 1,37 Kilometern ist er der längste Abschnitt auf der Liste.

© Jörg Fiedler

Bei Käsbach gibt es einen Feldweg, der saniert werden soll. Mit rund 1,37 Kilometern ist er der längste Abschnitt auf der Liste.

Von Christine Schick

Murrhardt. Die Stadt möchte damit auch bewusst ein Zeichen für die Teilorte setzen, wie Bürgermeister Armin Mößner zum Thema im Murrhardter Gemeinderat erläuterte. Gemeinsam mit dem Zweckverband Bauhof habe man nun ein entsprechendes Paket geschnürt, bei dem für die Stadt Kosten von rund 83000 Euro zu stemmen sind. Die Wege, die nun auf der Liste stehen, haben die Instandsetzung laut Mößner teils auch nötig. Zur Relation: Auf der gesamten Gemarkung kommt Murrhardt auf rund 30 Kilometer Feld- und Wirtschaftswege. Im Vorfeld waren Verantwortliche von Bauhof, Landratsamt und Stadt unterwegs, um sich ein Bild von den unterhaltungsbedürftigen Wegen zu machen. Die Daten sollen auch grundsätzlich aufgenommen werden, um ein langfristiges Sanierungskonzept zu erarbeiten. Für das kommende Jahr hat das Team rund 18 Kilometer Feld- und Wirtschaftswege untersucht und eine entsprechende Liste (siehe Infokasten) vorgelegt.

„Es ist schön, dass in den Teilorten etwas passiert“, sagte Brigitte Kübler (UL). Sie erkundigte sich auch nach einer Reihe von Details bei den Wegen, beispielsweise nach der Möglichkeit, zwei Abschnitte beim Schwammhof zu verbinden, die nicht allzu weit auseinanderliegen. Allerdings sah der Bürgermeister dies aufgrund der Rahmenbedingungen als schwierig und vergleichsweise aufwendig an. An anderer Stelle bei Käsbach in Richtung Riesberg machte die UL-Stadträtin darauf aufmerksam, dass Bäume beziehungsweise Buschwerk weit in den Weg hineinragten, sodass sich der Abschnitt mittlerweile etwas in die Wiese hineinverlagert habe. Für Mößner ist in solch einem Fall zunächst zu klären, wem der zugehörige Wald gehört, sprich wer verantwortlich ist. Sollte dies ein Privatbesitzer sein, sei die Stadt schon daran interessiert, dass dieser selbst aktiv werde.

Edgar Schäf (SPD) hält es für sinnvoll, sich dem Thema anzunehmen, und erkundigte sich, ob sich die Stadt im Vorfeld auch an die Verantwortlichen in den Teilorten gewandt hat. Das bestätigte Mößner. Neben telefonischen Kontakten liefen auch Besuche der Teilortsanwälte vor Ort.

Hartmann Widmaier sprach einen Punkt an, der über eine Überblickskarte deutlich wird, die zu den Beratungsunterlagen gehört: Ein Teil der insgesamt 43 Wege sind als solche gekennzeichnet, für die eine Oberflächenbehandlung in Rollsplitt geplant ist, ein anderer Teil soll einen mineralisch-wassergebundenen Schotterbelag erhalten. Insofern wollte der Stadtrat der Fraktion MDAL/Die Grünen wissen, nach welchen Kriterien jeweils welcher Typ gewählt werde. Mößner erklärte, dass Bauhofleiter Peter Häbich eine lange Erfahrung in dem Bereich mitbringe. Beide Formen hätten jeweils ihre Berechtigung. Bei bereits asphaltierten Strecken ginge es darum, Schäden auszubessern und künftig auch zu verhindern, an manchen Hängen oder Steillagen käme man nicht immer um eine Asphaltierung herum. In Wasserschutzgebieten aber sei eine Asphaltierung gar nicht erlaubt und man müsste entsprechend planen.

Auf Nachfrage von Rolf Kirschbaum (CDU/FWV) erläuterte Mößner, dass es sich beim Förderprogramm um eine auslaufende Unterstützung handelt. Nachdem zunächst zu klären gewesen sei, was genau bezuschusst werden kann, habe man in Absprache mit dem Bauhof erarbeitet, welche Strecken noch in Angriff genommen und umgesetzt werden können. Zur Anmerkung, dass die landwirtschaftlichen Maschinen zudem immer schwerer und breiter würden (Sonja Allinger-Helbig, SPD), sagte Mößner, dass diese die Feldwege aufgrund der Dimensionen oft gar nicht mehr nutzen könnten.

Der Gemeinderat stimmte geschlossen für das geschnürte Sanierungspaket, das im Falle einer Förderung beschränkt ausgeschrieben wird.

Bei Vorderwestermurr wiederum sind es nur rund 90 Meter, aber wie die Aufnahme zeigt, ist der Weg dort schon stark zugewachsen beziehungsweise abgetragen. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Bei Vorderwestermurr wiederum sind es nur rund 90 Meter, aber wie die Aufnahme zeigt, ist der Weg dort schon stark zugewachsen beziehungsweise abgetragen. Fotos: J. Fiedler

Bedachte Teilorte

Sanierungsliste 2022 sollen Strecken (Meterangabe in Klammer) in folgenden Teilorten instand gesetzt werden: zwei Wege in Kieselhof (420 und 240), Kieselhof/Steinlesfeld (1350), Hördhof (390), Neuhauser Tal (630), Siebenknie/Betzfeld (1060), Siebenknie (190), Schwammhof (140), Vorderwestermurr (90), zwei Wege in Käsbach (1370 und 200) sowie Hinterwestermurr (170).

Zeitplan Nach dem Beschluss stellt die Verwaltung den Förderantrag. Mit einem Bescheid wird in drei bis vier Monaten gerechnet. Die Stadt hat die Instandsetzung fürs erste Quartal 2022 vorgesehen.

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Erstellt:
5. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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