Gehaltsvergleich der ARD-Senderchefs
SWR-Intendant Kai Gniffke verdient am meisten
Wie viel verdienen die Intendantinnen und Intendanten der ARD? Neue Zahlen zeigen deutliche Unterschiede bei der Bezahlung der Senderchefs.
© Bernd Weißbrod/dpa
Kai Gniffke: Der Intendant des SWR kommt beim Gehalts-Check unter den ARD-Senderchefs am besten weg.
Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke, hat im vergangenen Jahr unter den ARD-Senderchefs am meisten verdient. Seine Gesamtvergütung lag 2025 bei rund 400.600 Euro. Das geht aus einer neuen Übersicht hervor, die die ARD im Internet veröffentlicht hat. Darin enthalten sind Jahresbezüge von rund 392.500 Euro sowie Sachbezüge von gut 8.000 Euro.
Auf Gniffke folgt die Intendantin des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Katrin Vernau, mit einer Gesamtvergütung von 359.500 Euro. Die Chefin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, erhielt rund 348.100 Euro. ARD-Programmdirektorin Christine Strobl kam auf insgesamt rund 304.500 Euro und damit auf höhere Bezüge als mehrere Intendantinnen und Intendanten.
Große Unterschiede zwischen den Sendern
Unter den ganzjährig amtierenden Senderchefs erhielt die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, mit rund 233.900 Euro die niedrigste Gesamtvergütung. Es folgten SR-Intendant Martin Grasmück mit rund 246.800 Euro und hr-Intendant Florian Hager mit rund 267.200 Euro. MDR-Intendant Ralf Ludwig kam auf rund 294.000 Euro, die Chefin von Radio Bremen, Yvette Gerner, auf ebenfalls rund 294.000 Euro.
Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) gab es im vergangenen Jahr einen Wechsel an der Spitze. Der frühere Intendant Joachim Knuth erhielt bis Ende August insgesamt rund 258.800 Euro. Sein Nachfolger Hendrik Lünenborg kam für die vier Monate ab September auf rund 102.600 Euro.
Aufsichtsgremien entscheiden über Vergütung
Die Vergütung der Intendanten und Intendantinnen wird nicht von ihnen selbst festgelegt. Darüber entscheiden nach ARD-Angaben die Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalten, das sind in der Regel die Verwaltungsräte. Anders als die tariflich beschäftigten Mitarbeiter werden die Spitzenmanager außertariflich bezahlt.
Neben den Jahresbezügen weist die ARD auch Aufwandsentschädigungen und Sachbezüge aus. Dazu zählen etwa geldwerte Vorteile durch privat nutzbare Dienstwagen oder Bahncards. Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2025.
