Rom

Tausende demonstrieren in Italien für „Remigration“

In Italien haben am Samstag mehrere tausend Menschen für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert.

Demonstranten in Rom.

© AFP/FILIPPO MONTEFORTE

Demonstranten in Rom.

Von red/AFP

In Italien haben am Samstag mehrere tausend Menschen für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert. Etwa 3000 Menschen, die aus ganz Italien angereist waren, marschierten mit einem Banner mit der Aufschrift „Remigration und Rückeroberung“ durch die Hauptstadt Rom und forderten damit eine erzwungene Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer.

An der Kundgebung beteiligten sich auch rechtsextreme und neofaschistische Gruppen wie Casapound. „Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, sie weil sie nicht hier sein sollten“, sagte Casapound-Sprecher Luca Marsella. „Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, dass wir auch die legalen Einwanderer, die sich offensichtlich nicht angepasst oder integriert haben, nach Hause schicken wollen.“

Neue Rechtspartei Futuro Nazionale in Rom gegründet

Zeitgleich fand in Rom der Gründungsparteitag der neuen rechten Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) statt, die von dem Ex-General und Europaabgeordneten Roberto Vannacci gegründet wurde. „Wenn es nach mir ginge, sollte niemand nach Italien einreisen dürfen“, sagte Vannacci auf einer Pressekonferenz.

Vannacci ist ein ehemaliges Mitglied der migrationsfeindlichen Lega-Partei von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini. Bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr bekommen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der ultrarechten Partei Fratelli d’Italia und ihre Koalitionspartner damit weitere Konkurrenz aus dem eigenen Lager. Umfragen zufolge könnte Vannaccis Partei 4,5 Prozent der Stimmen erhalten, die meisten von bisherigen Lega-Wählern. Im Parlament ist sie bereits mit acht Parlamentariern vertreten, die die Seiten gewechselt haben.

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Erstellt:
14. Juni 2026, 10:00 Uhr

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