Ex-SWR3-Chef gewinnt Stichwahl

Thomas Jung ist neuer Oberbürgermeister von Baden-Baden

Die Stichwahl ist entschieden. Nach langer Vakanz ist der Chefsessel im Rathaus von Baden-Baden wieder besetzt. Wie knapp war das Rennen?

Thomas Jung leitet künftig die Geschicke in Baden-Baden.

© Thomas Jung

Thomas Jung leitet künftig die Geschicke in Baden-Baden.

Von red/dpa/lsw

Der Ex-SWR3-Chef und Medienmanager Thomas Jung (parteilos) wird künftig die Geschicke der Stadt Baden-Baden leiten. In einer Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters setzte er sich gegen Lencke Wischhusen (parteilos) durch. Laut vorläufigem Endergebnis entfielen rund 57,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Jung, 42,7 Prozent auf Wischhusen. 

Schon in der ersten Wahlrunde, die zeitgleich mit den Landtagswahlen stattfand, hatte Jung mit 37,0 Prozent vorn gelegen, die Industriekauffrau Wischhusen war auf 31,4 Prozent der Wählerstimmen gekommen. Damit hatte keiner der ursprünglich acht Kandidaten, davon sieben Männer, die absolute Mehrheit erreicht und die Stichwahl wurde nötig. Hier reichte nun die einfache Mehrheit.

Baden-Baden bekommt damit nach langer Hängepartie wieder ein neues Stadtoberhaupt. Der parteilose Amtsvorgänger Dietmar Späth war Ende des Jahres nach langer Krankheit wegen Dienstunfähigkeit aus dem Amt geschieden. Eigentlich hätte seine achtjährige Amtszeit erst 2030 geendet.

Zum Artikel

Erstellt:
22. März 2026, 20:58 Uhr
Aktualisiert:
23. März 2026, 15:53 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Versuchter Mord an Frühchen

Sohn in Tübinger Klinik vergiftet? Prozess gegen Mutter

Weil sie laut Anklage Aufmerksamkeit haben wollte, soll eine junge Mutter ihrem Frühgeborenen auf einer Intensivstation eine Überdosis Koffein verabreicht haben. Nun steht sie deswegen vor Gericht.

Dürre-Ernte in BW

Wo sind eigentlich die Bauernproteste gegen den Klimawandel?

Verdorrte Felder, miese Ernten, Notschlachtungen: Der Dürre-Sommer 2026 hat die Landwirte schwer gebeutelt, sie rufen nach Hilfen. Doch wann ringen sich ihre Funktionäre durch, den Kampf gegen die Klimakrise ernst zu nehmen?