Rad-WM

Tod von Radsportlerin Furrer: Ermittlungen eingestellt

Warum wurde Muriel Furrers Sturz bei der Rad-WM erst spät bemerkt? Die Ermittlungen sind abgeschlossen, offene Fragen bleiben.

Ein Foto von Muriel Furrer steht bei der Trauerfeier in der reformierten Kirche Uster. (Archivbild)

© Til Buergy/KEYSTONE/dpa

Ein Foto von Muriel Furrer steht bei der Trauerfeier in der reformierten Kirche Uster. (Archivbild)

Von red/dpa

Anderthalb Jahre Monate nach dem tödlichen Sturz der Schweizerin Muriel Furrer bei der Straßenrad-Weltmeisterschaft 2024 in Zürich hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Es sei keine Einwirkung Dritter oder eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung bei der Streckensicherung oder der Nothilfe festgestellt worden, teilte die Behörde mit.

Die 18-Jährige war bei dem Juniorinnen-Rennen in einer Abfahrt unbemerkt von der Rennleitung von der Strecke abgekommen und in einem Waldstück gestürzt. Sie wurde erst bei Ende des Rennens vermisst und gesucht.

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vergingen zwischen Sturz und Rettung eine Stunde und 25 Minuten. Furrer erlitt bei dem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und starb am nächsten Tag im Krankenhaus.

Kein Live-Tracking bei der WM

Furrer habe im Unterholz gelegen und sei von der Straße aus nicht zu sehen gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Da die Räder im Vergleich zu anderen Weltmeisterschaften nicht mit Tracking-Transpondern ausgestattet waren, war das Fehlen Furrers nicht automatisch gemeldet worden. Allerdings haben solche Transponder im Radsport generell Seltenheitswert. Eine Pflicht zum GPS-Tracking gibt es nicht.

Die WM war damals auf Wunsch der Familie fortgesetzt worden. Nach dem Unfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf der Strecke erhöht: In dem Waldstück wurden mehr Ordner eingesetzt, die Abfahrt wurde an einigen Bäumen mit Matten abgesichert, und ein großes Banner wies Fahrerinnen und Fahrer in dem Waldstück auf die Linkskurve hin.

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Erstellt:
30. März 2026, 11:24 Uhr

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