Aus 1500 Metern abgestürzt

Tödlich verunglückter Bergsteiger in Nepal kam aus Baden-Württemberg

Am Montag stürzt ein 57-jähriger Deutscher beim Abstieg eines 6800 Meter hohen nepalesischen Berges 1500 Meter in die Tiefe und stirbt. Nun ist klar, der tödlich Verunglückte kam aus einem Ort im Ostalbkreis.

Der Berg Ama  Dablam ist 6800 Meter hoch und liegt im Norden Nepals. An dem Berg im Himalaya ist nun ein 57-jähriger aus dem Ostalbkreis tödlich verunglückt.

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Der Berg Ama Dablam ist 6800 Meter hoch und liegt im Norden Nepals. An dem Berg im Himalaya ist nun ein 57-jähriger aus dem Ostalbkreis tödlich verunglückt.

Von Martin Dudenhöffer

Den Berggipfel des Ama Dablam auf 6800 Meter hatte der 57 Jahre alte Bergsteiger noch geschafft, beim Abstieg dann stürzte der Deutsche rund 1500 Meter in den Tod. Wie die Schwäbische Post am Dienstag berichtet, ist der am Montag im Himalayagebirge in Nepal verunglückte deutsche Bergsteiger ursprünglich aus Lauchheim im Ostalbkreis.

Wie auch der SWR berichtet, war der 57-Jährige Teil einer Gruppe und immer in Begleitung eines mit dem vereisten Terrain vertrauten nepalesischen Bergführers. Das Unglück passierte, als die Bergsteigergruppe sich nahe eines Camps auf rund 6100 Meter befand. Dort hatte die Gruppe die Nacht verbracht. Weshalb der Mann aus dem Ostalbkreis offenbar ohne die restliche Gruppe und den einheimischen Trekkingführer auf dem eisigen Gelände abstürzte, bleibt unklar. Seine Leiche wurde für eine Obduktion in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu verbracht.

Bei dem tödlich Verunglückten soll es sich auch nach Aussagen des einheimischen Trekkingführers um einen erfahrenen Bergsteiger handeln. Vor vielen Jahren bereits soll der 57 Jahre alte Lauchheimer Berge im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt, bestiegen haben.

Regelmäßig kommen Menschen aus Baden-Württemberg zu Tode

In den vergangenen Monaten kamen immer wieder Menschen aus Baden-Württemberg beim Bergsteigen im Hochgebirge zu Tode. Am 29. September erst stürzte ein 59 Jahre alter Mann aus dem Rems-Murr-Kreis im Salzburger Land in die Tiefe und verstarb. Zwar konnte der Bruder des Verunglückten den Absturzort ausmachen und einen Notarzt der Bergwacht dorthin lotsen. Dieser konnte aber nur noch den Tod des 59-jährigen Alpinisten feststellen. Ebenfalls im September starb ein 22-jähriger Baden-Württemberger in den Allgäuer Alpen, nachdem er bei Oberstdorf (Kreis Oberallgäu) von einem Grat abgestürzt war.

Im Juni dieses Jahres verunglückte zudem ein 41-Jähriger aus Baden-Württemberg tödlich in Tirol. Im selben Monat wäre es fast einem weiteren Bergwanderer so ergangen. Der Mann aus Ettlingen im Kreis Karlsruhe hatte Glück und wurde nach einer Nacht auf 2200 Metern ebenfalls in den Tiroler Alpen in Österreich noch rechtzeitig vor dem Erfrierungstod gerettet.

Die Bergwachten, unter anderem aus Bayern, warnen immer wieder vor Besteigungen im Hochgebirge. Nicht selten wagen unerfahrene und wenig vorbereitete Hobbybergsteiger die Herausforderung – mit teils fatalen Folgen, wie die jüngste Vergangenheit zeigt.

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Erstellt:
27. Oktober 2026, 20:18 Uhr

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