Ermittler prüfen Angaben

Tödlicher Unfall in Lahr: Fahrer nennt medizinische Ursache

In Lahr wurden vor zwei Wochen zwei Fußgänger bei einem Verkehrsunfall aus dem Leben gerissen. Der mutmaßliche Unfallverursacher beteiligt sich an der Aufklärung - und nennt Gründe.

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Von red/dpa/lsw

Der Müllwagenfahrer, der vor knapp zwei Wochen in Lahr mutmaßlich einen tödlichen Unfall verursacht hat, gibt medizinische Gründe als Ursache für die Kollision und sein Verhalten danach an. Diese Angaben gilt es nun zu prüfen, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der 56-Jährige soll mit seinem Wagen auf der Bundesstraße 415 im Ortenaukreis zwei Fußgänger erfasst haben, die noch vor Ort ihren Verletzungen erlagen. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Nach der Kollision sei der Mann einfach weitergefahren.

Die Ermittlungen werden den Angaben nach noch einige Zeit dauern. Weil der Mann aktiv an der Aufklärung des Unfalls mitwirke und die Staatsanwaltschaft deshalb keine Fluchtgefahr mehr befürchte, habe sie den Einspruch gegen die Ablehnung des Haftbefehls zurückgezogen. Gegen den Mitfahrer, der sich zum Unfallzeitpunkt mit im Müllwagen befand, werden derzeit keine polizeilichen Ermittlungen geführt, er steht demnach im Zeugenstatus.

Ampel für Müllwagen sei rot gewesen

Der Unfall passierte an einer Einmündung von der B415 zur B3 bei Lahr. Der 56-Jährige soll mit dem Müllwagen zunächst auf ein vor ihm fahrendes Auto aufgefahren sein. Das Auto prallte daraufhin gegen einen der Ampelmasten. Der Mann fuhr demnach weiter und erfasste direkt danach die beiden Fußgänger. Alle Zeugen hätten gesehen, dass die Fußgänger mitten auf der Straße waren, während die Ampel für den Müllwagen rot war, wie es von der Polizei hieß. Erst rund eine Stunde später konnten Beamte den 56-Jährigen ausfindig machen und festnehmen.

Für die 38 Jahre alte Fußgängerin kam jede Hilfe zu spät. Der 37-jährige Mann starb trotz Wiederbelebungsversuchen ebenfalls noch an der Unfallstelle. Die beiden Insassen des Autos, gegen die der Müllwagen prallte, wurden schwer verletzt - konnten das Krankenhaus den Angaben zufolge mittlerweile aber wieder verlassen.

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Erstellt:
22. April 2026, 16:12 Uhr

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