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Trockenheit setzt auch den Apfelsorten zu

Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Murrhardt vermittelt Sommerschnitt – Konkrete Arbeit am „Sulzbacher Liebling“

Auch Obstbäume bedürfen fachgerechter Pflege. Wie die funktioniert, konnten die Teilnehmer beim jüngsten Schnittkurs des Vereins für Obstbau, Garten und Landschaft Murrhardt erfahren und im Praxistest erproben. Foto: privat

Auch Obstbäume bedürfen fachgerechter Pflege. Wie die funktioniert, konnten die Teilnehmer beim jüngsten Schnittkurs des Vereins für Obstbau, Garten und Landschaft Murrhardt erfahren und im Praxistest erproben. Foto: privat

MURRHARDT (pm). Eine stattliche Anzahl von Mitgliedern und Freunden hat sich beim Sommerschnittkurs auf der Hardt bei Murrhardt eingefunden. Nötige Schnitte an den Obstbäumen sollten unbedingt jetzt erfolgen, schreibt der Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Murrhardt im Rückblick auf das Seminar. Auslichtungen an trockenen und herabhängenden Ästen sollten Gartenfreunde vornehmen, um eine gute Ernte zu erhalten.

Durch die Trockenheit im vergangenen Jahr leiden die meisten Obstbäume immer noch an Wassermangel. So werde bei manchen Apfelsorten durch die Trockenheit eine bescheidenere Ernte erwartet.

Die Besucher des Schnittkurses profitierten vom großen Fachwissen des Vorsitzenden Rainer Laidig und des Fachwarts Wolfgang Doderer. Sie zeigten, was bei einem Obstbaum wie dem Bittenfelder unbedingt herausgeschnitten werden muss. Thema war auch die Wichtigkeit der Leitäste, die für das richtige Wachstum entscheidend sind. Weitere Punkte eines Schnitts: dass der Baum wieder gut Licht erhält und die Blätter nach einem Regen wieder schnell trocknen können. Letzteres spielt beispielsweise eine Rolle, um Feuerbrandgefahr sowie Pilzbefall wie die Monilia abzuwenden. Überflüssige Äste oder sogenannte Wassertriebe (steil aufwachsende Zweige) sollten immer gerade abgeschnitten werden.

Beim Sommerschnitt verheilt die Wunde schneller als im Winter, weil der Baum in seinem Zellsystem voll aktiv ist, so der Verein. Werden sehr große Äste entfernt, kann die Schnittstelle mit flüssigem Baumwachs behandelt werden. Nach den Erläuterungen arbeitete die Gruppe beispielhaft an einem Obstbaum der Sorte „Sulzbacher Liebling“. Ein weiterer Tipp: Die Früchte der Birnensorte „Conference“ sollten höchstens drei Wochen lang gelagert werden.

Das Leitungsduo beantwortete zudem viele Fragen, beispielsweise bekam eine Teilnehmerin Tipps, die gerade einen Apfelbaum gepflanzt hatte. Die vielen Informationen ließen sich dann bei einem gemütlichen Beisammensein vertiefen, bei dem der Kurs ausklang.

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Erstellt:
10. September 2019, 06:00 Uhr

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