VfB Stuttgart
Trotz Aufholjagd: Trainer Willig übt Kritik
Die U21 des VfB kommt in Duisburg nach einem 0:3 zu einem 3:3. Der Chefcoach ist aber vor allem mit der Anfangsphase nicht einverstanden.
© IMAGO/Herbertz/Nico Herbertz
Nico Willig holte mit der U21 des VfB einen Punkt in Duisburg.
Von David Scheu
Dass die U21 des VfB Stuttgart beim MSV Duisburg etwas Zählbares mitnehmen würde, hatte sich nach dieser Anfangsviertelstunde alles andere als abgezeichnet. Die Mannschaft von Trainer Nico Willig fand keinen Zugriff, war beim Spitzenteam der dritten Liga vor rund 20.000 Zuschauern zunächst von der Rolle – und nach Toren von Lex-Tyger Lobinger (5./9.) und Aljaz Casar (11.) früh mit 0:3 im Rückstand. Entsprechend deutlich ordnete der Coach das Ganze im Anschluss ein. „Wir wollten über uns hinauswachsen, waren aber zu Beginn unter der Grasnarbe“, sagte Willig, „das war schon katastrophal verteidigt.“
In der Folge schwächte sich Duisburg selbst, das nach einer Notbremse von Tobias Fleckstein (39.) lange in Unterzahl spielen musste. Der VfB verkürzte umgehend durch Alexander Groiß per Freistoß (40.) und arbeitete nach dem Seitenwechsel an der Aufholjagd. „In der zweiten Hälfte haben wir versucht, Druck aufzubauen. Aber die Dribbler auf den Außenbahnen wachsen bei uns auch nicht auf den Bäumen“, so Willig, dessen Team am Ende doch noch zweimal traf. Tim van der Leij (73.) per Elfmeter und der zuvor fast ein Jahr verletzte Stürmer Eliot Bujupi in der dritten Minute der Nachspielzeit sorgten mit ihren Toren für den 3:3-Endstand. Und einen Punktgewinn, durch den die Stuttgarter jetzt 15 Zähler nach zwölf Spielen auf dem Konto haben.
„Wir sind immer wieder angerannt und dann noch zum glücklichen Ausgleich gekommen“, sagte Willig, „trotzdem kann ich nicht zufrieden sein mit dem, was wir geboten haben.“ Am kommenden Sonntag besteht im Heimspiel gegen den SC Verl um 16.30 Uhr die Möglichkeit, es wieder besser zu machen.
