US-Präsident

Trump droht mit Nato-Austritt nach Ende des Iran-Krieges

US-Präsident Donald Trump stellt die Nato-Mitgliedschaft der USA infrage. Er nennt das Bündnis einen „Papiertiger“. Von seinem Außenminister Marco Rubio kommen ähnliche Aussagen.

Donald Trump teilt einmal mehr gegen die Nato aus (Archivbild).

© Alex Brandon/AP/dpa/Alex Brandon

Donald Trump teilt einmal mehr gegen die Nato aus (Archivbild).

Von red/dpa

US-Präsident Donald Trump und sein Außenminister Marco Rubio haben erneut den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato angedroht. Trump bezeichnete die Allianz im Gespräch der britischen Zeitung „The Telegraph“ als „Papiertiger“. Es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdacht werden müsse.

Rubio hatte sich zuvor in einem Interview des Senders Fox News ähnlich geäußert. „Ich denke also, dass es leider keinen Zweifel gibt, dass wir nach Abschluss dieses Konflikts diese Beziehung neu bewerten müssen“, sagte der US-Außenminister dem Transkript seines Ministeriums zufolge. „Wir werden den Wert der Nato und dieses Bündnisses für unser Land neu prüfen müssen.“ Letztlich sei es eine Entscheidung des Präsidenten. „Und er wird sie treffen müssen“, sagte Rubio.

Scharfe Kritik an den Verbündeten

Der „Telegraph“ schrieb, Trump habe im Gespräch gesagt, er sei „froh“, dass Rubio diese Aussagen gemacht habe. Die US-Regierung kritisiert seit Wochen die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung der Nato-Partner im Iran-Krieg. Es geht unter anderem um die Nutzung von Stützpunkten und die Hilfe in der Krise um die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus. 

Ein wichtiger Grundpfeiler des Verteidigungsbündnisses ist die gegenseitige Beistandspflicht der Verbündeten im Angriffsfall nach Artikel 5. Der von den USA und Israel begonnene Iran-Krieg ist davon nicht abgedeckt.

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Erstellt:
1. April 2026, 12:06 Uhr

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