Umstrittenes Geschenk

Trump erwartet Jumbojet aus Katar zum Geburtstag der USA

Katar schenkt der US-Regierung einen Jumbojet – einfach so? Zum Unabhängigkeitstag soll der Jet dem US-Präsidenten als neue Air Force One zur Verfügung stehen.

US-Präsident Donald Trump besteigt eine Air Force One am Miami International Airport.

© Matt Rourke/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump besteigt eine Air Force One am Miami International Airport.

Von Khang Mischke

Trotz Korruptionsvorwürfen soll ein Jumbojet aus Katar nach Worten von US-Präsident Donald Trump pünktlich zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten als Regierungsflieger bereitstehen. Trump bejahte die Frage einer Journalistin, ob er die Maschine bis zum 4. Juli – dem Unabhängigkeitstag der USA – erwarte. Im Mai 2025 hatte Trump trotz scharfer Kritik das wertvolle Flugzeug als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen und damit eine Debatte um mögliche Korruption entfacht. 

Früheren Berichten zufolge hat die Maschine vom Typ Boeing 747 einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar (340 Mio Euro). Das außergewöhnliche Präsent eines ausländischen Partners wirft rechtliche und ethische Fragen auf. Demokraten sprachen von „blanker Korruption“ und drohten mit Protestaktionen im US-Parlament.

Trump hingegen verteidigte das Geschenk des Golfstaates vehement. Über mehrere Tage argumentierte er, es wäre unsinnig und gar „dumm“, ein solches Angebot für ein „kostenloses, sehr teures Flugzeug“ auszuschlagen - schließlich spare der amerikanische Steuerzahler damit Geld. 

Auch Katars Regierung wies Kritik zurück. Es handele sich um ein „ganz einfaches Geschäft von Regierung zu Regierung“, sagte Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dem Sender CNN. Es sei eine normale „Transaktion“. Die vielen Diskussionen um das Thema verstehe er nicht.

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Erstellt:
8. Mai 2026, 07:34 Uhr

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