Transatlantische Spannungen

Trump lobt Nato-Chef vor Gipfel: "großartige Führungsperson"

Kurz vor dem Nato-Gipfel ist das Verhältnis zwischen den USA und einigen Europäern angespannt. Trump wirft ihnen immer wieder mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg vor. Kann Rutte die Wogen glätten?

US-Präsident Trump lobt Nato-Generalsekretär Rutte.

© Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Trump lobt Nato-Generalsekretär Rutte.

Von dpa

Washington - US-Präsident Donald Trump hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte als "großartige Führungsperson" gelobt und zugleich seine Kritik an mehreren europäischen Ländern bekräftigt. "Er ist ein Freund von mir, (...) ein großartiger Generalsekretär, jeder respektiert ihn", sagte Trump bei einem Treffen mit Rutte im Oval Office in Washington. Rutte habe wirklich gute Arbeit geleistet: "Ich glaube, wenn irgendjemand anderes in dieser Position wäre, würden wir uns heute gar nicht treffen, um ehrlich zu sein, denn wir wurden im Stich gelassen". 

Der Nato-Generalsekretär ist für seine gute Beziehung zu Trump bekannt - sah sich aber auch schon mit Kritik konfrontiert, er würde den US-Präsidenten zu sehr umschmeicheln. Bei seinem Besuch in Washington ging es für Rutte nun darum, die Wogen so gut wie möglich zu glätten - knapp zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara. Trump und andere Vertreter seiner Regierung hatten zuletzt mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen den Iran kritisiert. 

Angesprochen darauf, ob er nach wie vor denke, dass europäische Verbündete ihn schlecht behandelt hätten, bekräftigte Trump seinen Unmut. "Ich war von Italien enttäuscht. Ich war vom Vereinigten Königreich enttäuscht. (...) Wir waren von Deutschland und Frankreich enttäuscht." Man sei von den meisten enttäuscht gewesen, fuhr Trump fort - und griff sich dann ein Land besonders raus: Im Zusammenhang mit Spanien sprach er von einer "Horrorshow".

Zugleich betonte er, großen Respekt vor Rutte zu haben. Man werde besprechen, was geschehen ist und sehen, was passieren werde. US-Regierungsvertreter hatten vor dem Hintergrund ihrer Kritik an Verbündeten zuletzt eine Neubewertung der US-Beziehungen zur Nato angekündigt.

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Erstellt:
25. Juni 2026, 00:14 Uhr

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