Nahost

Trump warnt Huthi-Miliz: „Ich werde niemals vergessen“

In den vergangenen Jahren haben die USA mehrfach Ziele der Huthi bombardiert – im erneut eskalierten Krieg im Jemen sehen sie bislang davon ab. Die Frage ist: Bleibt es dabei?

US-Präsident Donald Trump spricht auf dem South Lawn des Weißen Hauses mit Reportern, bevor er an Bord von "Marine One" geht. (zu dpa: «Trump warnt Huthi-Miliz: «Ich werde niemals vergessen»»)

© Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump spricht auf dem South Lawn des Weißen Hauses mit Reportern, bevor er an Bord von "Marine One" geht. (zu dpa: «Trump warnt Huthi-Miliz: «Ich werde niemals vergessen»»)

US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien verurteilt und zugleich eine Warnung ausgesprochen. „Die Huthi benehmen sich äußerst schlecht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Ich dachte, sie hätten vor einem Jahr ihre Lektion gelernt, als wir sie in Grund und Boden bombardiert und auf ihre Bitte hin damit aufgehört haben.“ Nun seien sie wahrscheinlich auf Geheiß des Irans wieder aktiv und würden Saudi-Arabien angreifen. Dabei versuchten sie gezielt, die Ölpreise in die Höhe zu treiben, „wahrscheinlich vor den US‑Wahlen – NICHT NETT“, kritisierte Trump.

Mit Blick auf die in drei Wochen stattfindenden wichtigen Zwischenwahlen sagte der US-Präsident, jemand sollte der Huthi-Miliz erklären, dass er selbst nicht bei den Wahlen antrete – und schob dann eine Warnung nach: „Aber ich werde nach den Wahlen da sein und ich werde niemals vergessen!“

USA sind wichtiger Verbündeter Saudi-Arabiens

Die USA sind ein wichtiger Verbündeter Saudi-Arabiens und haben Truppen auf einer Luftwaffenbasis in dem Wüstenstaat stationiert. Das Königreich gerät in dem erneut eskalierten Krieg im Jemen selbst immer wieder unter Beschuss und sah sich auch mit Angriffen auf seine Öl-Infrastruktur konfrontiert. Am Samstag waren bei dem verheerendsten Angriff in Saudi-Arabien seit rund zehn Jahren am Flughafen Riad mindestens 13 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden.

Trump sah bislang von neuen US-Luftangriffen im Jemen ab. 2024 und 2025 hatte das US-Militär dort wiederholt Ziele der Huthi bombardiert. Damals ging es aber vor allem um den Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer, die die Miliz angriff und teils versenkte oder auch entführte. Trump dürfte so kurz vor den Zwischenwahlen kaum Interesse an neuen Angriffen im Jemen haben – zumal auch sein Iran-Krieg bei vielen US-Amerikanerinnen und Amerikanern unpopulär ist.

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Erstellt:
13. Oktober 2026, 19:44 Uhr

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