Unglück in Namibia

Unternehmerfamilie stirbt bei Flugzeugabsturz – Ermittlungen könnten dauern

Was zum Absturz des Flugzeugs der Urlauberfamilie der Region Heilbronn in Namibia führte, ist weiter unbekannt. Die Untersuchung kann lange dauern.

Dünen in Sossusvlei nahe Sesriem im Namib Naukluft Park (Namibia) (Archivbild).

© Ralf Hirschberger/dpa

Dünen in Sossusvlei nahe Sesriem im Namib Naukluft Park (Namibia) (Archivbild).

Von red/dpa

Auf der Suche nach der Ursache für einen Flugzeugabsturz mit drei toten Urlaubern aus der Region Heilbronn dämpfen die namibischen Behörden die Erwartungen auf ein rasches Ergebnis. Es könne noch nicht gesagt werden, wann die am Montag eingeleitete Untersuchung abgeschlossen sei, sagte Philippine Lundama, der Direktor der Behörde für die Untersuchung von Flugunfällen. 

Die sterblichen Überreste des Piloten und der beiden männlichen Mitglieder einer dreiköpfigen Unternehmer-Familie aus Bad Rappenau seien in ein Krankenhaus der Region gebracht worden und sollten nach Windhuk überführt werden, wo Rechtsmediziner die Obduktion vornehmen sollten, sagte ein Polizeisprecher. Die Leiche der Frau sei dagegen noch nicht gefunden worden.

Bei dem Absturz des Kleinflugzeugs am Sonntag waren alle vier Menschen an Bord nach Angaben der Behörden ums Leben gekommen. Das Paar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und war eng mit Inhaber Dieter Schwarz verbunden. Auch der Sohn des Paares wurde bei dem Absturz getötet.

Sollte die namibische Behörde innerhalb von zwölf Monaten keine Ergebnisse der Untersuchung erhalten haben, werde ein Zwischenbericht veröffentlicht, sagte Direktor Lundama. Zunächst solle festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde.

Trümmerteile in der Wüste gefunden

Ersten Informationen zufolge hatte das Flugzeug, das am Sonntag von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug am Montag etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der Region Hardap gefunden. 

Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.

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Erstellt:
13. Mai 2026, 11:34 Uhr
Aktualisiert:
13. Mai 2026, 14:22 Uhr

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