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Unterstützung von Absolventen gesichert

Das seit 2009 bestehende Angebot der Berufseinstiegsbegleitung für Schüler der Walterich-Gemeinschaftsschule, die den Hauptschulabschluss anstreben, wird bis 2024 fortgesetzt. Die Stadt Murrhardt beteiligt sich mit 45000 Euro an den Kosten.

Von Elisabeth Klaper

MURRHARDT. In der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Armin Mößner die Stadträte über das Förderprogramm an der Walterichschule. Bisher unterstützte es Schüler der Abgangsklassen, die entsprechenden Förderbedarf haben, dabei, einen allgemeinbildenden Abschluss zu erreichen. Weiter erhalten die Jugendlichen Hilfestellung, um sich beruflich zu orientieren, einen passenden Beruf zu finden und einen Ausbildungsplatz zu suchen. Zudem werden sie fachkompetent begleitet in den Übergangszeiten zwischen Schule und Berufsausbildung oder auch bei der Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses in der ersten Zeit.

Bisher finanzierten die Bundesagentur für Arbeit und der Bund die Berufseinstiegsbegleitung je zur Hälfte. Inzwischen ist jedoch der Bund aus der Finanzierung ausgestiegen. Daraufhin entwickelten das Kultusministerium und die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit ein neues Finanzierungskonzept. Es sieht vor, dass die Bundesagentur für Arbeit weiter die Hälfte der Kosten übernimmt, 25 Prozent das Land und 25 Prozent die Kommunen oder Partner wie Stiftungen. „Die Kommune soll in die Bresche springen“, brachte es Mößner auf den Punkt.

Laut einer Hochrechnung, die von einem Schätzwert von 300 Euro pro Schüler und Monat und einem gleichbleibenden Bedarf ausgeht, haben die Stadt Murrhardt und mögliche Partner für den Förderzeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 28. Februar 2024 Kosten in Höhe von rund 45000 Euro zu tragen. „Dieses Geld ist gut investiert. Indem wir unsere Schüler bei Firmen vor Ort unterbringen, erfüllen wir einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Auftrag“, unterstrich der Bürgermeister.

Das Land habe sich vorerst nur für zwei Jahre verbindlich für eine Mitfinanzierung verpflichtet. Die Vereinbarung für die Beteiligten sieht einen Grundvertrag vor für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2021, die Option für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 28. Februar 2024 könnte rechtzeitig gekündigt werden. Doch da das Projekt europaweit ausgeschrieben werden müsse, gehe man vom vorgesehenen Vierjahreszeitraum aus, verdeutlichte der Rathauschef. Die Stadtverwaltung hat den Bedarf für die Berufseinstiegsbegleitung mit der Schulleitung erörtert, die diesen im bisherigen Umfang von etwa zehn Schülern der Abgangsklassen für gegeben ansieht. Darum wünsche die Schulleitung, dass das Förderprogramm weitergeführt wird. Dazu habe sie auch bestätigt, dass die Unterstützungsmaßnahmen erfolgreich sind. Dank dieser waren bisher etwa 80 Prozent der Schüler vermittelbar. Mößner erinnerte daran, dass ein Großteil der Unterstützungsleistungen für die Ausbildungsplatzsuche und Begleitung zu Beginn eines Ausbildungsverhältnisses aufgewendet wird. Darum befürworten Verwaltung und Schulleitung die Kofinanzierung der Berufseinstiegsbegleitung durch die Stadt Murrhardt für den gesamten Fortführungszeitraum bis 2024.

Auf Markus Blanks (UL) Nachfrage nach dem Träger der Berufseinstiegsbegleitung räumte der Rathauschef ein, dass ihm dieser nicht genau bekannt sei, das Programm aber übers staatliche Schulamt laufe. Eine Nachfrage beim Sekretariat der Walterichschule ergab, dass das Berufsbildungswerk Waiblingen diese Unterstützungsmaßnahme erbringt und die beiden Berufseinstiegsbegleiter Sabine Schladebach und Daniel Bürzele den Schülern zur Seite stehen.

Sonja Allinger-Helbig (SPD) erinnerte daran, dass Schulsozialarbeiter Kurt Hoberg diese Unterstützungsmaßnahme engagiert betreut habe. Als „tolles Programm und wichtiges Förderinstrument, das gut angenommen und mit dem Boris-Siegel ausgezeichnet wurde“, beschrieb Ralf Nentwich (MDAL/Die Grünen) die Berufseinstiegsbegleitung. Darum sei es wichtig, dranzubleiben.

Rolf Kirschbaum (CDU-FWV) räumte ein, er habe bisher wenig gehört von dieser Fördermöglichkeit, wer dafür verantwortlich ist und wer an der Walterichschule die Nachhilfe leiste, damit Schüler mit Problemen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. „Das Programm läuft mehr im Hintergrund“, erklärte Mößner dazu und bat die Stadträte darum, zu entscheiden, ob die Stadt mitmache oder nicht. Daraufhin gab das Stadtparlament unisono grünes Licht für die Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung.

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Erstellt:
23. Mai 2020, 06:00 Uhr

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