Straße von Hormus
US-Angriffe gegen den Iran – Ölpreise legen wieder zu
Erneute US-Militäraktionen gegen den Iran zeigen, wie trügerische die Ruhe in der Region ist. Mit Blick auf die Straße von Hormus ziehen die Ölpreise wieder an.
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US-Militärschläge gegen den Iran haben die Hoffnung auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs und zur Öffnung der Straße von Hormus gedämpft (Archivfoto).
Von red/dpa
Die Ölpreise sind am Dienstag wieder gestiegen. US-Militärschläge gegen den Iran haben die Hoffnung auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs und zur Öffnung der Straße von Hormus gedämpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als zwei Prozent auf 98,44 US-Dollar. Rohöl aus den USA wurde bei etwa 92 Dollar gehandelt.
Am Montag war der Preis für Öl der Sorte Brent in der Spitze um etwa acht Dollar je Barrel gefallen und hatte bei knapp 96 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April erreicht. US-Präsident Donald Trump hatte ein mögliches Rahmenabkommen mit Teheran als „weitgehend“ ausgehandelt bezeichnet und damit Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten geschürt.
US-Militär grift Iran trotz Waffenruhe an
Zuletzt war es aber erneut zu US-Angriffen gegen den Iran gekommen – in begrenztem Ausmaß. Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden des Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten.
Unterdessen hat US-Außenminister Marco Rubio Reportern in Indien gesagt, dass die Verhandlungen noch „einige Tage in Anspruch nehmen“ könnten. Derzeit würden beide Seiten über den Wortlaut eines ersten Dokuments beraten.
Die USA und Israel begannen den Iran-Krieg Ende Februar mit einem völkerrechtswidrigen Angriff. Im März waren die Ölpreise stark gestiegen und für Rohöl der Sorte Brent wurde zeitweise mehr als 120 Dollar je Barrel gezahlt. Zuletzt hatten auch Meldungen über rasch schwindende Ölreserven in großen Industriestaaten die Ölpreise gestützt.
