Washington

USA heben Sanktionen gegen Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez auf

Nach Lockerungen bei Öl und Gold: Washington nimmt auch Venezuelas geschäftsführende Präsidentin von der Sanktionsliste. Doch ein politischer Wandel bleibt bislang aus.

Die USA haben Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez von ihrer Sanktionsliste gestrichen (Archivfoto).

© AFP/JUAN BARRETO

Die USA haben Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez von ihrer Sanktionsliste gestrichen (Archivfoto).

Von red/dpa

Die USA haben Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez von ihrer Sanktionsliste gestrichen. Das geht aus einer aktualisierten Sanktionsliste des US-Finanzministeriums hervor. Gründe für die Entscheidung wurden zunächst nicht genannt.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer schrittweisen Lockerung der US-Sanktionen gegen Venezuela. Washington hatte zuletzt wieder umfangreiche Geschäfte mit dem staatlichen Ölkonzern PdVSA erlaubt und damit auf steigende Energiepreise und geopolitische Entwicklungen reagiert. Zudem hatten die USA kürzlich auch wieder den Handel mit venezolanischem Gold erlaubt. Auch die diplomatischen Beziehungen beiden Länder wurden wieder aufgenommen.

Echter politischer Umbruch in Venezuela bleibt aus

Nach der Festnahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär im Januar übernahm die bisherige Vize-Präsidentin Rodríguez die Amtsgeschäfte. Zwar wurden eine Reihe von politischen Häftlingen entlassen, einen grundsätzlichen politischen Wandel leitete die autoritäre Führung des ölreichen südamerikanischen Landes aber nicht ein.

Rodríguez gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen.

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Erstellt:
1. April 2026, 23:36 Uhr

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