Bundesliga
VfB müht sich in Paderborn zum zweiten Sieg
Der VfB Stuttgart feiert am Samstagnachmittag in Paderborn den zweiten Sieg in der Bundesliga. Hat gegen den Aufsteiger allerdings seine Mühe.
© Swen Pförtner/dpa
Jamie Leweling und der VfB taten sich über weite Strecken der Partie schwer.
Der VfB Stuttgart hat die erste größere Ergebniskrise der Ära Sebastian Hoeneß abgewendet. Zum Restart der Bundesliga fuhren die Schwaben ein erkämpftes 2:0 (1:0) beim SC Paderborn ein und überholten mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison den Aufsteiger.
Jeff Chabot (25.) stellte die Weichen für die engagierte Hoeneß-Elf per Kopf auf Sieg. Chris Führich (83.) tütete den Sieg schließlich ein. Paderborn spielte derweil gut, agierte aber insgesamt vor dem gegnerischen Tor mit SCP-Aufstiegsheld und Bundesliga-Debütant Dennis Seimen zu harmlos.
Nach einem knackigen Auftaktprogramm, in dem der VfB unter anderem Bayern München, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim unterlegen war, keimte im Stuttgarter Umfeld erste Unruhe auf. Hinsichtlich des anstehenden Auswärtsspielblocks beim SCP, Slovan Bratislava in der Champions League und dem Hamburger SV wollte Hoeneß davon jedoch nichts wissen und sich mehr „mit der spielerischen Entwicklung zu beschäftigen“.
Nicht nur für Seimen, auch für Nationalspieler Führich war das erste der drei Gastspiele eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, bei der Hoeneß erstmals seit der Ankunft Grischa Prömels Ex-Kapitän Atakan Karazor neben Angelo Stiller im Zentrum aufbot. Der VfB präsentierte sich gefällig im Aufbau und griffig im Gegenpressing. Deniz Undavs erste Annäherung lenkte Torhüter Nahuel Noll über die Latte (5.).
Bis zur 22. Minute ging beiden Teams allerdings die Zielstrebigkeit ab: Jamie Leweling brach nach einem Stuttgarter Umschaltmoment auf dem Flügel durch, entschied sich jedoch für den Abschluss, anstatt auf den einschussbereiten Führich abzulegen.
Von der Großchance beflügelt hatte Stuttgart nun Oberwasser: Aus dem Halbraum fand Maximilian Mittelstädt Chabot am langen Pfosten, der über Noll hinweg einnickte. Josha Vagnoman verpasste es, kurz darauf zu erhöhen und setzte einen Abpraller an den Pfosten (29.).
Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, Seimen entschärfte erst gegen Santiago Castaneda (32.) und war dann zur Stelle, als Raphael Obermair (41.) Vagnoman stehen ließ und aus spitzem Winkel abschloss.
Das Bild vor der Pause verfestigte sich mit Wiederbeginn. Paderborn hätte den Ausgleich inzwischen verdient gehabt, während dem VfB die Sicherheit im Spiel nun abging und offensiv kaum noch stattfand. Doch Laurin Curdas Flanke köpfte Marvin Pieringer über das Tor (59.), während Rayan Philippe nach chaotischem Durcheinander im Strafraum Stiller auf der Linie anschoss (81.). Dann lief den Hausherren in der Folge die Zeit davon - und Führich schlug zu.
