Ende steht fest

Wann endet der Tankrabatt? - Was danach für Autofahrer gilt

Der Tankrabatt endet. Doch was bedeutet das für die Preise an der Zapfsäule? Und was ist geplant, wenn die Preise deutlich steigen sollten?

Der Tankrabatt steht vor dem Aus: Was das für Benzin- und Dieselpreise bedeutet und welche neuen Entlastungen jetzt diskutiert werden.

© Pietukhova / Shutterstock.com

Der Tankrabatt steht vor dem Aus: Was das für Benzin- und Dieselpreise bedeutet und welche neuen Entlastungen jetzt diskutiert werden.

Von Matthias Kemter

Der Tankrabatt läuft wie geplant am 30. Juni 2026 aus. Eine Verlängerung der Maßnahme ist nach Angaben aus der schwarz-roten Koalition nicht vorgesehen. Damit fällt die seit Anfang Mai geltende Senkung der Spritsteuer auf Benzin und Diesel zum Monatsende weg.

Entlastung war auf zwei Monate begrenzt

Der Rabatt war eingeführt worden, um Autofahrer angesichts stark gestiegener Spritpreise zu entlasten. Die Energiesteuer wurde dafür um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Beschlossen war die Maßnahme von Anfang an nur für zwei Monate. Den Staat kostet der Tankrabatt Schätzungen zufolge bis zu 1,6 Milliarden Euro.

Koalition warnt vor Preissprüngen

In der Koalition war zuletzt über eine mögliche Verlängerung diskutiert worden. Diese gilt nun jedoch als finanzpolitisch nicht sinnvoll. Zugleich warnten Vertreter von Union und SPD die Mineralölkonzerne vor deutlichen Preissprüngen nach dem Auslaufen des Rabatts. Sollte sich die Lage ab dem 1. Juli dramatisch verschärfen, könne die Politik nach eigenen Angaben schnell reagieren – notfalls auch mit Sondersitzungen des Bundestags.

Weitere Entlastungen sind im Gespräch

Welche Entlastungen dann infrage kämen, ist offen. Diskutiert werden unter anderem gezielte Zuschüsse für Menschen mit kleinen Einkommen, eine höhere Pendlerpauschale, eine niedrigere Energiesteuer, ein Spritpreisdeckel, eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne sowie eine Senkung der Stromsteuer.

Verbraucherschützer fordern langfristige Maßnahmen

Verbraucherschützer fordern unterdessen langfristigere Maßnahmen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband spricht sich vor allem für eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte aus. Diese könne Verbraucher dauerhaft entlasten und zugleich die Abhängigkeit von fossilen Energien verringern.

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Erstellt:
18. Juni 2026, 10:42 Uhr

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