Knapp 10 % Kursverlust

Warum fällt die Siemens-Energy-Aktie?

Die Siemens-Energy-Aktie steht massiv unter Druck und hat seit Mittwoch fast zehn Prozent verloren. Doch was steckt hinter dem Kursrutsch?

Der Kurs der Siemens-Energy-Aktie ist am Donnerstag um fast 10 Prozent eingebrochen. Was hinter dem Kursrutsch steckt und wie es weitergehen könnte.

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Der Kurs der Siemens-Energy-Aktie ist am Donnerstag um fast 10 Prozent eingebrochen. Was hinter dem Kursrutsch steckt und wie es weitergehen könnte.

Von Matthias Kemter

Die Siemens-Energy-Aktie setzt ihre Talfahrt fort und sorgt mit den deutlichen Kursverlusten für Verunsicherung unter Anlegern. Zum Handelsbeginn notiert das Papier mit knapp 118 Euro fast 10 Prozent tiefer als zum Vortag. Ein konkreter negativer Unternehmensbericht als Auslöser ist dieses Mal nicht der Grund. Vielmehr scheint Siemens Energy unter der allgemein angespannten Stimmung an den Aktienmärkten zu leiden.

Insbesondere Sorgen über eine möglicherweise strengere Regulierung der KI-Branche nach den US-Midterm-Wahlen haben am Mittwoch für Verkaufsdruck gesorgt. Davon könnte auch Siemens Energy indirekt betroffen sein: Der Konzern profitiert vom steigenden Strombedarf großer KI-Rechenzentren, für die zusätzliche Energieinfrastruktur benötigt wird. Strengere Vorschriften könnten den Ausbau solcher Rechenzentren bremsen und damit auch die Nachfrage nach Produkten von Siemens Energy dämpfen. Ob diese Befürchtungen berechtigt sind, bleibt allerdings offen.

Bereits am Mittwoch hatte die Aktie knapp 8 Prozent verloren und den XETRA-Handel bei 119,46 Euro beendet. Dabei wurden rund 6,41 Millionen Aktien gehandelt – etwa zweieinhalbmal so viele wie im Durchschnitt der vergangenen 20 Handelstage. Das hohe Handelsvolumen deutet auf erheblichen Verkaufsdruck hin.

Siemens-Energy-Aktie: Abwärtstrend verschärft sich

Der jüngste Kursrutsch ist allerdings kein isoliertes Ereignis. Bereits seit dem Allzeithoch von 191,66 Euro Ende April befindet sich die Siemens-Energy-Aktie in einem anhaltenden Abwärtstrend. Vom Rekordhoch hat das Papier inzwischen rund 38 Prozent an Wert verloren. Auch die zwischenzeitliche Erholung Ende Oktober konnte daran nichts ändern. Am 29. Oktober erreichte die Aktie noch einmal 137,76 Euro, scheiterte jedoch knapp unter der 50-Tage-Linie und drehte anschließend erneut nach unten.

Nun rückt insbesondere die Unterstützungszone zwischen 114,10 und 118,16 Euro in den Mittelpunkt. Das bisherige Verlaufstief vom 23. Oktober liegt bei 116,84 Euro. Sollte die Aktie diese Marke unterschreiten, könnte sich der Abwärtstrend weiter verschärfen. Aus charttechnischer Sicht wären dann Kursbereiche zwischen 104,60 und 104,86 Euro denkbar. Darunter wartet die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro.

Siemens Energy: Anleger blicken auf den 11. November

Neben der angespannten Marktlage dürfte auch der bevorstehende Unternehmenstermin für Zurückhaltung sorgen. Am 11. November will Siemens Energy neue Geschäftszahlen veröffentlichen. Die Erwartungen sind dabei durchaus hoch. Die durchschnittlichen Kursziele der Analysten liegen bei mehr als 190 Euro und damit erheblich über dem aktuellen Börsenkurs. Ob die Geschäftszahlen diese optimistischen Einschätzungen rechtfertigen können, bleibt abzuwarten. Kurzfristig dürfte entscheidend sein, ob die Aktie ihre aktuellen Unterstützungen verteidigen kann. Für eine mögliche Gegenbewegung müsste Siemens Energy zunächst den Bereich zwischen 123,70 und 124,46 Euro zurückerobern. Danach würde die Widerstandszone zwischen 133 und 136 Euro in den Fokus rücken.

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Erstellt:
5. November 2026, 09:46 Uhr

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