Blutzucker auf Abwegen?

Wechseljahre erhöhen Diabetesrisiko: Was Frauen tun können

Die Wechseljahre erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes. Wie die hormonelle Umstellung den Stoffwechsel beeinflusst und warum Frauen jetzt besonders auf ihre Gesundheit achten sollten.

Die Mutter hatte auch schon Diabetes? Dann ist der Stoffwechsel-Check für Frauen in den Wechseljahren umso wichtiger (Symbolfoto).

© Vira Simon/Westend61/dpa-mag

Die Mutter hatte auch schon Diabetes? Dann ist der Stoffwechsel-Check für Frauen in den Wechseljahren umso wichtiger (Symbolfoto).

Die Wechseljahre krempeln den Hormonhaushalt von Frauen ganz schön auf links. Was viele Frauen dabei aber nicht auf dem Schirm haben: Dadurch steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes.

Zwar verursachen die Wechseljahre die Stoffwechselerkrankung nicht direkt, wie die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) klarstellt. Doch die hormonellen Umstellungen sorgen unter anderem dafür, dass der Körper mehr Bauchfett einlagert, die Insulinempfindlichkeit sinkt und der Blutdruck ansteigt. Alles Bedingungen, unter denen ein Typ-2-Diabetes wahrscheinlicher wird.

Das gilt insbesondere für Frauen, die

  • bereits einen Schwangerschaftsdiabetes hatten
  • frühzeitig in die Wechseljahre gekommen sind
  • eine familiäre Vorbelastung haben, also eines oder beide Elternteile von Diabetes betroffen sind oder waren
  • mit Übergewicht

Was Frauen jetzt in der Arztpraxis checken lassen sollten

Tückisch: Die Stoffwechselstörung macht sich erst bemerkbar, wenn sie bereits fortgeschritten ist. Typische Symptome sind dann vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, schlecht heilende Wunden und Müdigkeit. 

Besser ist aber, ihr früher auf die Spur zu kommen. Die DDG rät Frauen in der Lebensmitte daher, ihren Stoffwechsel in der Arztpraxis durchchecken zu lassen. Konkret liefern Blutzucker-, Blutfett- und Leberwerte, der Blutdruck, das Gewicht und der Taillenumfang entscheidende Hinweise, wie es um die Stoffwechselgesundheit und das Diabetesrisiko steht.

Warum gut trainierte Muskeln den Stoffwechsel schützen

Frauen können für ihre Stoffwechselgesundheit einiges selbst tun. Zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining in den Alltag einzubauen, zum Beispiel. Muskeln bedienen sich quasi am Zucker in unserem Blut. Je besser sie trainiert sind, desto besser funktioniert das – eine Entlastung für die Bauchspeicheldrüse, die Insulin produziert.

Wichtig: Bei Krafttraining allein sollte es nicht bleiben. Optimal ist die Kombination mit Ausdaueraktivitäten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen. 

Geht es um die Ernährung, setzen Frauen auf viel Gemüse und Ballaststoffe und auf pflanzliche Fette, rät die DDG. Bei Zucker und Fertigprodukten hält man sich lieber zurück. Nicht zuletzt profitiert der Stoffwechsel auch von ausreichend Schlaf und einem guten Stressmanagement. 

Unterzuckerung oder Wechseljahresbeschwerden? 

Gut zu wissen – vor allem für Frauen, die bereits die Diagnose Diabetes haben: Wechseljahresbeschwerden und Unterzuckerungen können sich ganz ähnlich anfühlen. Was von beidem hinter Schwitzen, Herzrasen und Unruhe steckt, lässt sich durch häufigeres Messen der Blutzuckerwerte feststellen.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Oktober 2026, 16:18 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Geschlagen, bedroht und gedemütigt

Erzieherin wegen Misshandlung von Kleinkindern verurteilt

Die Vorwürfe waren drastisch, das Gericht hielt die Schilderungen der Zeugen für glaubwürdig. Nun ist das Urteil gegen eine Erzieherin gefallen, die Krippenkinder misshandelt hat.

Neues Feature für Calls

WhatsApp führt Gastanrufe ein: Mitreden auch ohne Konto

Für WhatsApp-Anrufe braucht es künftig kein eigenes Konto mehr: Gäste steigen für die Audio- oder Video-Calls einfach über den Browser ein. Welche Rechte sie im Gespräch haben – und welche nicht.

Tödlicher Unfall in Bayern

Nach 15 Monaten: Leiche von ertrunkenem Studenten aus Starnberger See geborgen

15 Monate nach einem tödlichen Unfall auf dem Starnberger See ist die Leiche eines 23-jährigen Studenten geborgen worden. Ein Spezialtaucher fand den Toten in der Starnberger Bucht.