Repräsentative Befragung

Weniger Jugendliche sorgen sich um Klimawandel

Jugendliche fürchten den Klimawandel weniger – obwohl Europa immer öfter von Hitzewellen, Dürren und Waldbränden getroffen wird. Was steckt hinter dem Sinneswandel?

2019 gingen regelmäßig tausende Schülerinnen und Schüler für Fridays For Future auf die Straße. (Archivbild)

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

2019 gingen regelmäßig tausende Schülerinnen und Schüler für Fridays For Future auf die Straße. (Archivbild)

Von dpa

Berlin - Das Thema Klimawandel ist Jugendlichen laut einer repräsentativen Befragung weniger wichtig als noch vor ein paar Jahren. 2025 hielten nur noch rund vier von zehn Jugendlichen das Thema für sehr wichtig – 2021 waren es noch rund sechs von zehn, wie eine Befragung des Sinus-Instituts im Auftrag der Krankenkasse Barmer ergeben hat, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gleichzeitig steigt der Anteil derer, die das Thema als unwichtig bewerten von 9 Prozent (2021) auf 17 Prozent (2025).

Für die Studie wurden zwischen dem 16. Oktober und dem 20. November bundesweit online 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt.

Die große Angst vor dem Klimawandel ist unter Jugendlichen seltener geworden: 2025 sagte knapp ein Drittel der Jugendlichen (31 Prozent), sie hätten persönlich große Angst vor dem Klimawandel. 2021 waren es noch 39 Prozent. Gleichzeitig gaben 22 Prozent an, keine Angst zu haben (2021: 14 Prozent). Fast die Hälfte (47 Prozent) beschrieb gemischte Gefühle – unverändert zu 2021.

Auch wenn das Thema bei Jugendlichen scheinbar an Bedeutung verliert – entspannt hat sich die Lage in keinster Weise. Im Gegenteil: Der Klimawandel zeigt sich in Europa immer deutlicher: Der Kontinent heize sich seit den 1980er Jahren doppelt so schnell auf wie die Welt als Ganzes, sagte die Chefin der Weltwetterorganisation, Celeste Saulo, bei der Vorstellung eines Berichts über den Zustand des Klimas. Europa erlebte 2025 unter anderem einen enormen Rückgang der Schnee- und Eisbedeckung, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und Meereserwärmung, vieles davon auf Rekordniveau.

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Erstellt:
1. Mai 2026, 06:22 Uhr

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