Einkaufen in Polen:

Wichtige Änderung betrifft Deutsche

Beim Einkaufen in Polen gibt es eine wichtige Änderung, die auch deutsche Reisende betrifft.

Beim Einkaufen in Polen gibt es eine wichtige Änderung, die auch deutsche Reisende betrifft.

© Julian Stratenschulte/dpa

Beim Einkaufen in Polen gibt es eine wichtige Änderung, die auch deutsche Reisende betrifft.

Von Nicole Züge

Polen mausert sich zu einem beliebten Urlaubsland. Wer das Land besucht und dort einkauft, muss in Zukunft eine wichtige Änderung berücksichtigen: Seit dem 1. Oktober gilt in Polen ein neues Pfandsystem. Das System funktioniert ähnlich wie in Deutschland. Auf viele Flaschen und Dosen wird nun Pfand („Kaucja“) erhoben. Wer also Getränke im polnischen Supermarkt kauft, muss die leeren Verpackungen künftig auch wieder zurückgeben, um das Pfandgeld wiederzubekommen.

Welche Flaschen und Dosen werden mit Pfand verkauft?

Mit der Einführung setzt Polen eine EU-Vorgabe um, die Müll vermeiden und das Recycling stärken soll. Betroffen sind nahezu alle Getränkebehälter, die mit dem Hinweis „Kaucja“ gekennzeichnet sind. Ausgenommen sind lediglich Milchprodukte.

Pfandsystem in Polen: Das müssen Sie wissen

  • Die polnische Regierung weist auf ihrer Internetseite darauf hin, dass die Pfandverpackungen vor der Rückgabe nicht zerdrückt oder anderweitig zerkleinert werden dürfen.
  • Oft wird das Pfand erst an der Kasse auf den ausgewiesenen Preis draufgeschlagen.
  • Vom Pfand ausgenommen sind Verpackungen für Milch und Milchprodukte sowie Einweg-Glasflaschen.

Diese Pfandpreise gelten in Polen ab Oktober

  • Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3 Litern; Pfand: 0,50 PLN (ca. 12 Eurocent)
  • Metalldosen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1 Liter; Pfand: 0,50 PLN (ca. 12 Eurocent)
  • Mehrweg-Glasflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1,5 Litern; Pfand: 1,00 PLN (ca. 24 Eurocent)

Wo kann man die Dosen und Flaschen zurückgeben?

Die Pfandflaschen und -dosen können an jeder größeren Verkaufsstelle (über 200 Quadratmeter Warenfläche) zurückgegeben werden, die derartige Verpackungen verkauft. Für kleinere Geschäfte ist die Rücknahme freiwillig, ausgenommen sind dabei aber Mehrweg-Flaschen aus Glas, was im Moment vor allem Bierflaschen betrifft. In den größeren Supermärkten funktioniert die Pfandrückgabe über Automaten („Butelkomat“), wie man sie auch aus Deutschland kennt. Darüber hinaus wurde jede Gemeinde verpflichtet, mindestens eine stationäre Sammelstelle für pfandpflichtige Verpackungen und Verpackungsabfälle einzurichten.

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Erstellt:
16. Oktober 2025, 13:42 Uhr

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