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Wie will Bosch-Chef Stefan Hartung den Konzern zukunftsfähig machen?
Der weltgrößte Zulieferer befindet sich massiv im Wandel. Wie steht es um Bosch? Unsere Redaktion lädt am 29. April zu einer Veranstaltung mit Konzernchef Stefan Hartung.
© Lichtgut/Leif Piechowski
Bosch-Chef Stefan Hartung stellt sich am 29. April bei einer Veranstaltung unserer Zeitung auch Ihren Fragen.
Von Veronika Kanzler
Der Technologiekonzern Bosch befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Der weltgrößte Automobilzulieferer kämpft mit der schwachen Nachfrage im Automarkt, wachsendem Preisdruck, einer verschärften Konkurrenz, vor allem aus Asien, in seinem traditionsreichen Kerngeschäft.
Doch auch in anderen Sparten des Technologiekonzerns läuft es nicht gut. Die Produkte des Konzerns, wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Elektrowerkzeuge, finden sich in zahlreichen Haushalten – diese werden derzeit jedoch weniger nachgefragt. Der Vorteil, sehr breit aufgestellt zu sein, verpufft derzeit. Viele Menschen sind aufgrund der mauen Wirtschaftslage sparsam geworden.
Bosch im Wandel: Wie Stefan Hartung den Konzern auf die Zukunft ausrichtet
+++ Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. April in Stuttgart statt. Hier geht’s zur Anmeldung +++
Die schwierige Gesamtlage hat Auswirkung auf die Beschäftigten: mehrere deutsche Werke werden dichtgemacht. Das Stammwerk von Bosch Power Tools in Leinfelden schließt Ende 2026, ebenso das Werk im sächsischen Sebnitz. Die Produktion verlagert der Konzern nach Ungarn und China.
Insgesamt will Bosch etwa 22 000 Arbeitsplätze streichen; allein in Deutschland wurden in der Mobilitätssparte bereits rund 6000 Stellen abgebaut. Rund 2,7 Milliarden Euro hat Bosch zurückgestellt, um etwa Abfindungen zu zahlen. Das drückt zusätzlich auf den Gewinn, der im vergangenen Jahr erneut stark gesunken ist. Von 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,7 Milliarden Euro.
Gleichzeitig hat Bosch im vergangenen Jahr die größte Übernahme in der Firmengeschichte getätigt. Für 7,4 Milliarden Euro kaufte der Konzern das Heizungs- und Klimatechnikgeschäft des Konkurrenten Johnson Controls. Davon verspricht sich Bosch-Chef Stefan Hartung, „in die Champions League“ des Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäfts aufzusteigen.
Geschäftsjahre von Bosch sind geprägt von Stellenabbau und Investitionen
Und erst kürzlich verkündete der Konzern eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Zulieferer Tata. Der Hauptsitz des Joint Ventures soll in der 3-Millionen-Einwohnerstadt Pune sein. Ziel sei es, Wachstumschancen im indischen Markt zu erschließen. Das Joint Venture wolle sich auf die Entwicklung, die lokale Fertigung und den Vertrieb von E-Achsen und E-Motoren konzentrieren. Die geplante Partnerschaft sei ein entscheidender Schritt, bei dem Bosch seine Technologieführerschaft mit starker lokaler Expertise bündeln wolle.
Die Erwartungen für dieses Jahr sind jedoch niedrig. Bosch geht auch 2026 von einem „immer intensiveren Wettbewerb unter widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“. Erst 2027 rechnet man in einzelnen Märkten mit deutlichen Verbesserungen.
CEO von Bosch stellt sich den Fragen
Was tut das Unternehmen, damit diese Rechnung aufgeht? Was sind die zentralen Innovationspfade? Vor welchem politischen Hintergrund finden die Veränderungen statt? Und wie stellt sich die aktuelle Situation im Unternehmen dar?
Diesen und weiteren Fragen stellt sich Bosch-Chef Stefan Hartung am Mittwoch, 29. April, in der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Foyer“ und „StZ im Gespräch“. Moderiert wird das Gespräch von Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten, sowie Anne Guhlich, stellvertretende Chefredakteurin der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.
Bosch-Chef Stefan Hartung live
TerminDie Veranstaltung „Bosch im Wandel: Wie Stefan Hartung den Konzern auf die Zukunft ausrichtet“ findet am Mittwoch, 29. April, um 18.30 Uhr im Look 21 in Stuttgart statt (Türlenstraße 2, 70191 Stuttgart).
AnmeldungWer vor Ort dabei sein möchte, kann sich online unter www.zeitung-erleben.de/bosch anmelden. Für Abonnenten kostet die Teilnahme 8 Euro. Mit dem Promo-Code „ABO2026“ erhalten Sie den vergünstigten Preis. Regulär kosten die Tickets 12 Euro.
Beteiligung Sie können den Moderatoren vorab Fragen an den Bosch-Chef schicken. Die Mailadresse dafür lautet: chef@stzn.de (Betreff: Stefan Hartung).
