Hantavirus-Drama
Wo ist das Kreuzfahrtschiff "Hondius" aktuell?
Nach einem Hantavirus-Ausbruch an Bord der MV Hondius bleibt die Lage angespannt. Aber wo befindet sich das Kreuzfahrtschiff aktuell?
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Mittlerweile wurden 3 Todesfälle auf der MV Hondius bestätigt. Alles Wichtige zur aktuellen Position.
Von Matthias Kemter
Die MV Hondius, ein Expeditionskreuzfahrtschiff, steht im Zentrum eines Hantavirus-Ausbruchs, der bereits drei Todesopfer gefordert hat. Nach Tagen vor Anker vor der Inselgruppe Kap Verde (Westafrika) hat das Schiff nun Kurs auf die Kanarischen Inseln genommen. Laut Vesselfinder fand das letzte Ortungssignal aktuell vor 3 Stunden statt und wurde rund 100 Kilometer Nordöstlich von Kap Verde gesendet. Die spanischen Behörden haben angekündigt, das Schiff in Teneriffa anlegen zu lassen, um die Passagiere und Crew medizinisch zu betreuen.
Ein Kreuzfahrtschiff im Ausnahmezustand
Die MV Hondius, ein Expeditionsschiff, das für Abenteuerreisen in die Polarregionen bekannt ist, wurde durch einen Hantavirus-Ausbruch zu einem Schauplatz medizinischer und logistischer Herausforderungen. Seit dem ersten Todesfall am 11. April hat sich die Situation an Bord zunehmend verschärft. Insgesamt wurden bisher drei Todesfälle bestätigt und mehrere Personen zeigen Symptome, die auf eine Infektion mit dem Virus hindeuten.
Abfahrt von Kap Verde
Nach Tagen vor der Küste von Kap Verde, wo die Behörden das Anlegen verweigerten, hat das Schiff am Mittwochmorgen die Gewässer vor Praia verlassen. Laut Schiffsverkehrsportal „Vesselfinder“ befindet sich die Hondius nun auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln. Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García Gómez erklärte, dass das Schiff innerhalb der nächsten drei Tage im Hafen von Granadilla auf Teneriffa erwartet wird. Dort sollen die Passagiere und Crewmitglieder unter strengen Sicherheitsvorkehrungen medizinisch untersucht werden.
Medizinische Maßnahmen und Evakuierung
Die spanischen Behörden arbeiten eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen, um eine sichere Evakuierung der Passagiere zu gewährleisten. Infizierte Personen sollen isoliert und in Quarantäne gebracht werden, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehren können. Die Evakuierungen sind ab dem 11. Mai geplant, wobei die EU-Staaten ihre Bürger selbst zurückholen werden.
Emotionale Belastung an Bord
Die Situation an Bord bleibt angespannt. Passagiere berichten von Unsicherheit und emotionaler Belastung. Ein Reiseblogger, der sich an Bord befindet, appellierte an die Öffentlichkeit, die Menschen hinter den Schlagzeilen nicht zu vergessen. Trotz der schwierigen Umstände beschreibt die Reederei die Stimmung an Bord als ruhig.
Ein Abenteuer mit tragischem Ausgang
Die MV Hondius, die ursprünglich für Abenteuerreisen in die Antarktis und den Südatlantik bekannt ist, wurde durch den Ausbruch des Hantavirus zu einem Symbol für die Herausforderungen globaler Gesundheitskrisen. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Sicherheit der Passagiere und Crew zu gewährleisten und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
