Baden-Württemberg

Zehntausende Temposünder - so viele Fahrverbote drohen jetzt

Die Polizei hat wieder eine Woche lang besonders stark auf die Geschwindigkeit geachtet - und wieder waren Zehntausende zu schnell unterwegs. Welche Folgen drohen jetzt?

Die Polizei hat wieder eine Woche lang besonders stark auf die Geschwindigkeit geachtet (Symbolfoto).

© Sebastian Willnow/dpa/Sebastian Willnow

Die Polizei hat wieder eine Woche lang besonders stark auf die Geschwindigkeit geachtet (Symbolfoto).

Von red/dpa/lsw

188 statt der erlaubten 120 – ein Autofahrer ist auf der A8 Richtung Pforzheim um satte 68 Kilometer in der Stunde zu schnell unterwegs gewesen und geriet prompt in eine der Kontrollen der europaweiten „Speed-Week“. Er ist einer von 729 Menschen in Baden-Württemberg, die während der verstärkten Radarkontrollen so stark aufs Gaspedal traten, dass ihnen nun ein Fahrverbot droht. 

Insgesamt wurden bis zum vergangenen Sonntag im Südwesten mehr als 58.000 Verstöße registriert – allein am Schwerpunkttag, dem Mittwoch, waren es über 14.800, wie das Innenministerium mitteilt. In fast 9.800 Fällen überschritten die Männer oder Frauen am Steuer in der „Speed-Week“ das Tempolimit um mehr als 21 Kilometer in der Stunde.

„Tempolimits sind keine Gängelung, sondern dienen der Verkehrssicherheit“, verteidigte Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Aktionswoche. Wer sie missachte und zu schnell fahre, setze sich und andere einem vermeidbaren Risiko aus, das im schlimmsten Fall tödlich ende. 

Bußgelder kommen in die kommunalen Haushalte

Kontrolliert wurde in der gesamten „Speed-Week“ sowohl durch Polizisten als auch durch Messanlagen. Die Bußgelder für Verstöße fließen in den Haushalt der jeweiligen Kommune ein.

Bundesweit - mit Ausnahme des Saarlands - hatte die Polizei die Raser eine Woche lang im Visier, in Baden-Württemberg bis zum vergangenen Sonntag. Mit mobilen und stationären Kontrollen wird das Tempo jedes Jahr aber vor allem an einem Schwerpunkttag der europaweiten Aktionswoche beobachtet - umgangssprachlich auch bekannt als Blitzermarathon. Nach Angaben des Innenministeriums geht die Polizei dann vor allem vor Schulen, Kitas und Altenheimen gegen Autofahrer vor, die zu schnell unterwegs sind.

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Erstellt:
22. April 2026, 13:44 Uhr

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