Tödlicher Unfall in Schramberg
Zwillingsschwester des getöteten Jungen überlebt Unfall im Kinderwagen
Sie überlebte, ihr Zwillingsbruder und ihre Mutter starben: Nach dem Lkw-Unfall in Schramberg ist bekanntgeworden, dass die Schwester des getöteten Jungen im Kinderwagen überlebte.
© Joshua Rzepka/onw-images/dpa
Eine Mutter und ihr Kind sind bei einem Verkehrsunfall in Schramberg von einem Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen.
Von red/dpa
Den Lkw-Unfall in Schramberg hat die Zwillingsschwester des getöteten Dreijährigen im Kinderwagen überlebt. Das Mädchen blieb unverletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Ihre 29 Jahre alte Mutter und ihr Bruder kamen bei dem Unglück ums Leben.
Der 53-jährige Lastwagenfahrer hatte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich infolge eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er und ein weiterer Mann wurden leicht verletzt.
Der Unfall löste große Bestürzung in der Schwarzwald-Gemeinde aus. Die Stadt organisiert Unterstützung für Angehörige und das Umfeld der Familie, zugleich organisierte eine Freundin der Getöteten auf der Plattform Gofundme.com eine Spendenaktion.
Mutter und Kinder auf dem Weg zum Kindergarten
Was geschehen sei, sei unfassbar, sagte Miriam Gulizia. Ihre Freundin sei mit den beiden Kindern auf dem Weg zum Kindergarten gewesen. „Die Kleine hat nur einen Kratzer bekommen“, sagte Gulizia in einem RTL-Interview. Die Dreijährige sei mit einem weiteren älteren Sohn der Verstorbenen bei ihrem Papa. „Sie sind nicht allein.“
Die Spendenaktion habe sie gleich am Mittwoch ins Leben gerufen in Absprache mit dem Elternbeirat des Kindergartens. Von dort kannten sich die beiden Frauen.
Tausende Menschen spendeten Geld für die Familie. Bis Donnerstagnachmittag kamen mehr als 75.000 Euro auf der Spendenplattform Gofundme.com zusammen. Den Spendenaufruf startete eine Freundin der getöteten 29-Jährigen. Das Ziel sind 120.000 Euro.
Am Mittwochmorgen hatte ein Lastwagen in Schramberg (Landkreis Rottweil) die 29-jährige Mutter und ihren Sohn erfasst. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der Lastwagenfahrer hatte nach Polizeiangaben und eigener Aussage das Bewusstsein am Steuer verloren. Daraufhin war der Transporter gegen mehrere geparkte Autos und über den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand geprallt.
