Glyphosat-Verfahren

Bayer-Aktie um 5 % gefallen - Das steckt dahinter

Die Bayer-Aktie steht zur Wochenmitte deutlich unter Druck. Im Fokus steht erneut der Glyphosat-Rechtsstreit in den USA, der für den Konzern weiter eine hohe Bedeutung hat.

Die Bayer-Aktie gerät durch Unsicherheiten im Glyphosat-Rechtsstreit unter Druck. Ein Urteil des US Supreme Court könnte entscheidend für die Zukunft des Konzerns sein.

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Die Bayer-Aktie gerät durch Unsicherheiten im Glyphosat-Rechtsstreit unter Druck. Ein Urteil des US Supreme Court könnte entscheidend für die Zukunft des Konzerns sein.

Von Matthias Kemter

Zum Mittwoch fiel die Bayer-Aktie im Vergleich zum Wochenbeginn um knapp 5 Prozent auf aktuell 36,15 Euro. Grund dafür sind die laufenden Anhörungen vor dem US Supreme Court im Zusammenhang mit milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Während Bayer sich optimistisch zeigt, sorgte die Unsicherheit bei Anlegern für einen deutlichen Kursverlust.

Unsicherheit durch Supreme-Court-Anhörung

Die Anhörung vor dem obersten US-Gericht hat ein gemischtes Bild hinterlassen. Bayer argumentiert, dass Bundesrecht Vorrang vor den Gesetzen einzelner Bundesstaaten haben sollte, was Warnhinweise auf Glyphosat-Produkte betrifft. Die Richter zeigten sich jedoch uneins. Während einige die Notwendigkeit einheitlicher Regelungen betonten, stellten andere infrage, ob Bundesstaaten nicht auf neue Risiken hinweisen dürfen. Diese Uneinigkeit hat die Unsicherheit am Markt verstärkt.

Signalwirkung des Urteils

Ein Urteil des Supreme Court wird für Ende Juni erwartet und könnte entscheidend für Bayer sein. Es betrifft etwa 80 Prozent der anhängigen Glyphosat-Klagen. Ein positives Urteil könnte Bayer helfen, die Rechtsstreitigkeiten schneller abzuschließen und regulatorische Klarheit zu schaffen. Analysten wie Charles Pitman-King von Barclays sehen trotz der aktuellen Unsicherheit weiterhin Potenzial für Bayer, während Anleger vorerst skeptisch bleiben.

Hintergrund

Der Glyphosat-Skandal bei Bayer ist einer der größten Rechtsstreitfälle der Unternehmensgeschichte. Nach der Übernahme von Monsanto 2018 für 63 Milliarden US-Dollar sah sich Bayer mit Tausenden Klagen konfrontiert, da der Unkrautvernichter Roundup mit Glyphosat im Verdacht steht, Krebs zu verursachen. Während einige Behörden Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufen, halten andere es für unbedenklich. Bayer hat bereits Milliarden für Vergleiche gezahlt, kämpft aber weiterhin mit hohen Kosten und einem unberechenbaren US-Rechtssystem. Der Skandal hat Bayer finanziell stark belastet und die Aktie massiv geschwächt.

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Erstellt:
29. April 2026, 11:50 Uhr

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