Tarife

Beschäftigte im Handel legen erneut Arbeit nieder

Verdi erwartet mehr als 10.000 Arbeitnehmer, die in deutschen Städten auf die Straßen gehen. Hintergrund sind andauernde Tarifverhandlungen.

Beschäftige im Einzelhandel demonstrieren in mehreren deutschen Städten. (Archivbild)

© Federico Gambarini/dpa

Beschäftige im Einzelhandel demonstrieren in mehreren deutschen Städten. (Archivbild)

Von dpa

Erfurt/Saarbrücken - Anlässlich der Tarifverhandlungen im Handel haben Beschäftigte den zweiten Tag in Folge zeitweise die Arbeit niedergelegt. Zu Kundgebungen in deutschen Städten erwartete die Gewerkschaft Verdi insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmer, wie Gewerkschaftssekretärin Johanna Kaufmann der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Kaufmann zufolge sind die größten Kundgebungen in Erfurt, Bochum und Saarbrücken geplant. Aktionen sind auch in Berlin und Ingolstadt angekündigt.

Derzeit laufen bundesweit Verhandlungen im Einzelhandel und im Groß- und Außenhandel. Diese betreffen Verdi zufolge fünf Millionen Beschäftigte. Die Gespräche werden in den Tarifgebieten geführt. Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, teils weichen die Forderungen in den Gebieten leicht voneinander ab. 

Warnstreiks schon am Donnerstag

Verdi hatte schon am Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen, unter anderem wurde in Kiel demonstriert. Laut Handelsverband Deutschland hatten die Warnstreiks keine spürbaren Auswirkungen auf die Kunden. "Auch für heute ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas ändert", sagte der Tarifgeschäftsführer Steven Haarke der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Arbeitgeber haben bereits nahezu identische Angebote vorgelegt, die Verdi aber scharf zurückgewiesen hat. In Hamburg bieten die Einzelhändler in zwei Stufen über zwei Jahre insgesamt 3,5 Prozent mehr Entgelt. Im Groß- und Außenhandel offerieren in Nordrhein-Westfalen die Arbeitgeber in zwei Schritten über zwei Jahre 3,4 Prozent mehr Geld. 

Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, kann sich von Tarifgebiet zu Tarifgebiet unterscheiden.

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Erstellt:
5. Juni 2026, 12:34 Uhr

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