Im Bereich Mobility

Bosch startet neuen Geschäftsbereich – mit ehrgeizigen Wachstumszielen

Mit einer neuen Sparte will Bosch sein Halbleitergeschäft stärker auf Kunden ausrichten. Als Ziel nennt Bosch fünf Milliarden Euro Umsatz bis 2030.

In Reutlingen fertigen Beschäftigte des Technologie- und Dienstleistungskonzerns Bosch Halbleiter. Die kommen unter anderem bei Antrieben für die E-Mobilität zum Einsatz.

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In Reutlingen fertigen Beschäftigte des Technologie- und Dienstleistungskonzerns Bosch Halbleiter. Die kommen unter anderem bei Antrieben für die E-Mobilität zum Einsatz.

Von Veronika Kanzler

Der Technologiekonzern Bosch stellt sein Halbleitergeschäft neu auf und gibt der Sparte einen eigenen Geschäftsbereich. Mit dem Schritt will der Konzern sein Chipgeschäft organisatorisch stärken und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten in neuen Märkten erschließen.

Der neue Geschäftsbereich „Semiconductors“ soll zum 1. Januar 2028 starten. Die Zuordnung zum Unternehmensbereich Mobility bleibt dabei bestehen. Bislang sind die Halbleiteraktivitäten im Geschäftsbereich Mobility Electronics gebündelt.

Bosch will mit Halbleitern wachsen – auch im Automotive-Bereich

Bosch begründet den Schritt mit der wachsenden Bedeutung von Halbleitern in neuen Technologiefeldern. Bosch-Halbleiter-Chef Erik Rein sieht noch viel Potenzial: „Wir sehen nach wie vor viel Wachstum auch im Automotive-Bereich. Heißt: Wir müssen nicht aus dem Autogeschäft heraus, um zu wachsen. Automotive bleibt wichtig, aber wir stehen schon heute auf zwei Säulen: Automotive und Consumer Electronics. Jetzt kommen zusätzliche Wachstumsfelder hinzu, etwa bei Rechenzentren mit energieeffizienter Elektronik, in der Industrie und Robotik.“

Bosch verbindet die Neuaufstellung mit ehrgeizigen Wachstumszielen. Bis 2030 will der Konzern mit Halbleitern einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erreichen. Bosch-Mobility-Chef Markus Heyn bezeichnete Halbleiter als „Dreh- und Angelpunkt unserer vernetzten Welt“ und als „wesentlichen Erfolgsfaktor für alle Geschäftsfelder von Bosch“.

Bosch-Halbleiter-Chef Erik Rein begründete die neue Struktur mit den besonderen Anforderungen der Branche. „Mit der Gründung einer eigenen Einheit schlagen wir ein neues Kapitel in unserer über 60-jährigen Halbleitergeschichte auf“, sagte Rein, der seit März 2026 den Bereich verantwortet. Künftig werde sich Bosch „noch besser auf die Anforderungen unserer Kunden ausrichten können – im Automobilsektor, für Konsumelektronik und auch darüber hinaus“. Außerdem wolle der Konzern seine Fertigungskapazitäten stärker für externe Partner öffnen.

Weltweit verfügt Bosch nach eigenen Angaben über rund 40 Halbleiter-Standorte für Forschung, Entwicklung und Fertigung. In den vergangenen Jahren investierte der Konzern rund drei Milliarden Euro in seine Standorte Dresden und Reutlingen. In Roseville in Kalifornien wird das Werk für rund zwei Milliarden US-Dollar für die Produktion spezieller Siliziumkarbid-Chips umgerüstet. Zudem ist ein Ausbau des Testzentrums im malaysischen Penang geplant.

„Mit der Neuaufstellung der Sparte kommen keine weiteren Rechtseinheiten hinzu“, verspricht Rein. Erst Ende Oktober hatte Bosch verkündet, dass vier Bereiche aus der Muttergesellschaft ausgegliedert werden sollen – darunter auch der Bereich Mobility, bei dem ein Großteil der Mitarbeiter für Hableiter beschäftigt ist.

Erik Rein verantwortet seit März 2026 die Halbleiter bei Bosch. Davor war er EInkaufschef bei Bosch Mobility.

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Erik Rein verantwortet seit März 2026 die Halbleiter bei Bosch. Davor war er EInkaufschef bei Bosch Mobility.

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Erstellt:
3. November 2026, 11:02 Uhr

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