Wahl des Staatsoberhaupts

BSW nominiert Constantin Schreiber für Bundesversammlung

Die BSW-Fraktion im Dresdner Landtag setzt den Journalisten und Ex-„Tagesschau“-Sprecher auf ihre Kandidatenliste. Schreiber soll Sachsen bei der Wahl eines neuen Staatsoberhaupts vertreten.

Constantin Schreiber ist für die Bundesversammlung nominiert. (Archivbild)

© Robert Michael/dpa

Constantin Schreiber ist für die Bundesversammlung nominiert. (Archivbild)

Der Journalist und frühere „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber soll Sachsen in der Bundesversammlung bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten vertreten. Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag hat Schreiber auf Platz vier ihrer am Mittwoch veröffentlichten Kandidatenliste nominiert. 

Schreiber war von 2021 bis 2025 einer der Sprecher der „Tagesschau“-Ausgabe um 20.00 Uhr. Im September 2025 hatte er dann seinen Job als „Global Reporter“ für das Medienhaus Axel Springer begonnen. Im Juli 2026 wurde bekannt, dass er das Unternehmen bis Ende des Jahres verlassen werde. Zuletzt hatte der Journalist erklärt, ins arabische Fernsehen zurückkehren zu wollen. Zweimal im Monat werde er „Islam Talk“ moderieren, eine Sendung auf dem ägyptischen Sender Azhari TV. Bereits in der Vergangenheit hatte Schreiber für arabischsprachige Fernsehformate gearbeitet. Er hat zudem mehrere Bücher über den Islam geschrieben. 

BSW-Fraktionschef: Schreiber scheut kontroverse Debatten nicht

Bei der Bundesversammlung gehe es auch darum, die Meinungsvielfalt abzubilden, sagte der sächsische BSW-Fraktionsvorsitzende Ronny Kupke der dpa. Schreiber stelle sich gesellschaftlichen Konflikten und scheue nicht vor kontroversen Debatten zurück. Ursprünglich hatte das BSW Sachsen den Generalsekretär der Bundespartei Oliver Ruhnert auf Listenplatz Vier gesetzt. Der habe zugestimmt, seinen Platz für Schreiber zu räumen, so Kupke. 

Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Ilse Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten.

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Erstellt:
6. November 2026, 14:04 Uhr

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