Dienstwagen-Check der Umwelthilfe
Cem Özdemir fährt am sparsamsten
Wer ist mit dem Dienstwagen am sparsamsten unterwegs? Laut der Deutschen Umwelthilfe belegt Cem Özdemir bundesweit den Spitzenplatz unter den Länderchefs.
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Unter den Landeschefs ist Cem Özdemir am sparsamsten unterwegs, wenn es um den Dienstwagen geht.
Bei den Ministerpräsidenten der Länder ist Baden-Württembergs Regierungschef Cem Özdemir (Grüne) mit seinem Dienstwagen am sparsamsten unterwegs: Nach dem neuen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) belegt Özdemir mit einem CO2-Ausstoß von 66 Gramm je Kilometer bundesweit den Spitzenplatz unter den Länderchefs.
Insgesamt bewertet die Organisation die Klimabilanz der Politiker-Fuhrparks jedoch kritisch: 160 von 249 untersuchten Fahrzeugen von Spitzenpolitikern überschritten den EU-Flottengrenzwert und erhielten eine „rote Karte“.
Der Verband beklagte bei der Vorstellung seiner Untersuchung am Dienstag in Berlin Stagnation sowie einen Anstieg von „klimaschädlichen Plug-In-Hybriden“ mit Kombinationsmotoren aus Elektro- und Verbrennungsantrieb. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge im Politikbetrieb sei leicht auf 36 Prozent gesunken. Im Vorjahr hatten 153 von 238 Fahrzeugen den EU-Flottengrenzwert von 93,6 Gramm pro Kilometer gerissen.
Kritik am Trend zu Plug-In-Hybriden
Die Unterschiede zwischen den Antriebsarten sind laut DUH erheblich: Vollstromer verursachen im Durchschnitt 62 Gramm CO2 je Kilometer, während Plug-In-Hybride im Schnitt auf 179 Gramm kommen. Die DUH legt dabei einen realistischen elektrischen Fahranteil von elf Prozent zugrunde.
Innerhalb der Bundesregierung schnitt Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) mit 64 Gramm CO2 je Kilometer am besten ab. Das Schlusslicht im Bundeskabinett bilden Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) mit jeweils 169 Gramm. Bei den Ministerpräsidenten bilden die Dienstwagen von Hendrik Wüst (CDU, Nordrhein-Westfalen), Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern) und Kai Wegner (CDU, Berlin) mit jeweils 262 Gramm CO2 pro Kilometer die Schlusslichter. Im bundesweiten Parteienvergleich erhielten lediglich die Grünen eine „grüne Karte“. (2200/01.09.2026)
