Unglück vor Zypern
Fähre mit 259 Passagieren kentert – sechs Menschen sterben
Vor der Insel Zypern hat sich am Sonntag ein schwerer Fährunfall ereignet. Das Schiff mit 259 Passagieren kenterte kurz nach Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia. Es gibt Tote zu beklagen.
© John Macdougall/dpa
Die Küstenwache kam den Menschen bei dem Unglück vor der Insel Zypern zu Hilfe.
Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff mit mehr als 250 Passagieren war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert, sagte der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Das Schiff war auf dem Weg ins südtürkische Mersin.
172 Menschen seien gerettet worden. Die Rettungsaktion laufe weiter. Dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli zufolge drang Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt.
Helikopter kreist über Menschen in Rettungswesten
Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän, zunächst noch umzukehren.
Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz schrieb auf X, die türkische Küstenwache unterstütze bei der Rettung. Die Fähre des Typs Katamaran sei gekentert. Der Notruf wurde türkischen Behörden zufolge vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar.
Verkehrsminister Arikli sagte türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre befanden, darunter 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.
Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 nahm die EU die Insel Zypern als Ganzes in die EU auf.
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Am Hafen von Kyrenia stehen Einsatzkräfte.
