AfD-Landeschef reagiert auf Anfrage

Frohnmaier nennt Journalist „Schmierfink“ und entschuldigt sich

Ein Journalist fragt bei der AfD wegen einer Parteispende nach und erhält per Mail eine Antwort, die wohl nie für seine Augen gedacht war. Was sagt der AfD-Landeschef dazu?

AfD-Landeschef Frohnmaier verschickte eine Mail an seine Mitarbeiter – aber auch an den Journalisten (Archivbild).

© Bernd Weißbrod/dpa

AfD-Landeschef Frohnmaier verschickte eine Mail an seine Mitarbeiter – aber auch an den Journalisten (Archivbild).

Von red/dpa/lsw

AfD-Landeschef Markus Frohnmaier hat einen Journalisten des „Südkurier“ in einer E-Mail als „Schmierfink“ bezeichnet - und sich später dafür entschuldigt. Die Wortwahl in der Mail sei nicht angemessen gewesen, sagte Frohnmaier der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Dafür möchte ich mich entschuldigen.“

Hintergrund war der Zeitung zufolge eine Anfrage des Reporters in Zusammenhang mit einer Parteispende, die die AfD erhalten hatte. Der Journalist wollte laut „Südkurier“ Details zu der Spende erfahren.

AfD-Chef schickt Mail versehentlich an Journalisten

In einer Mail soll Frohnmaier der Zeitung zufolge wohl an seine Mitarbeiter gerichtet geschrieben haben, nicht auf die Anfrage zu antworten. Zudem soll er das Wort „Schmierfink“ für den Journalisten verwendet haben. Weil er die Antwort auch an den Journalisten sandte, wurde die Wortwahl öffentlich.

Frohnmaier sagte, er habe den Eindruck gehabt, dass die Berichterstattung darauf abgezielt habe, einen Unternehmer öffentlich zu kritisieren, weil er eine Spende an die AfD geleistet habe. Parteispenden während eines Wahlkampfes seien grundsätzlich legitimer Bestandteil des demokratischen Prozesses. Zugleich sei die kritische journalistische Auseinandersetzung damit selbstverständlich Teil der öffentlichen Debatte, teilte Frohnmaier mit.  

Zum Artikel

Erstellt:
22. April 2026, 12:24 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Brand auf dem Obersalzberg

„Hitlers Teehaus“ und „Adlerhorst“ – die düstere Geschichte des Kehlsteinhauses

Der Ausblick vom Kehlsteinhaus aus ist spektakulär, die Geschichte des in der Nacht zum Samstag abgebrannten Berggasthauses ist es in gewisser Weise auch. Sie führt in eine dunkle Zeit.

CSU-Parteitag

Söder warnt vor „einer neuen Rotfront“

Beim CSU-Parteitag greift Markus Söder die Linke scharf an und sieht eine Gefahr für die Demokratie. Von der Bundesregierung fordert er die Umsetzung von Reformen noch vor Weihnachten.