Autobauer

Mercedes will mit Drohnen-Start-up Tytan kooperieren

Wie Mercedes-Benz und das Start-up Tytan Technologies gemeinsam an einem Drohnenabwehrsystem arbeiten wollen – und was Mercedes-Chef Ola Källenius zur Ausrichtung des Konzerns sagt.

Mercedes möchte mit einem Drohnen-Start-up zusammenarbeiten. (Symbolbild)

© Johannes Neudecker/dpa

Mercedes möchte mit einem Drohnen-Start-up zusammenarbeiten. (Symbolbild)

Von dpa

Berlin/Stuttgart - Der Autobauer Mercedes-Benz möchte mit dem Drohnen-Start-up Tytan Technologies zusammenarbeiten. Beide Unternehmen unterzeichneten am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung. Im Zentrum der Kooperation soll ein Drohnenabwehrsystem stehen, für das die Marke mit dem Stern die Trägerfahrzeuge bereitstellen soll, wie beide Unternehmen in Berlin mitteilten. 

Im Mittelpunkt der geplanten Zusammenarbeit soll ein Flugabwehrsystem namens "Drone Defender" stehen. Der modifizierte Geländewagen G-Klasse könnte dafür als Plattform für ein fahrzeugbasiertes Drohnenabwehr- und Einsatzsystem dienen sowie der angepasste Lieferwagen Sprinter als Basis für einen mobilen Drohnenträger. Die Bundeswehr nutzt schon die Basis der G-Klasse für das Radfahrzeug namens "Wolf". Angaben über einen möglichen Zeitplan und die Höhe der möglichen Investitionen machte eine Sprecherin nicht.

Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius hatte sich zuletzt offen für einen Ausbau des Rüstungsgeschäfts des Autobauers gezeigt. Dies müsse aber "wirtschaftlich sinnvoll" sein, sagte Källenius dem "Wall Street Journal" nach Angaben des Blattes. "Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist absolut klar, dass Europa sein Verteidigungsprofil stärken muss", sagte er. "Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit."

Zum Artikel

Erstellt:
10. Juni 2026, 19:41 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Start in Stuttgart

Mercedes-Autos lenken bald selbst durch den Stadtverkehr

Als erster Hersteller bringt Mercedes-Benz Point-to-Point-Navigation nach Deutschland. Was das System kann – und warum es nicht mit autonomen Fahren verwechselt werden darf.

Vorher-Nachher

„Das kann man mit Geld nicht kaufen“ – Architekten verwandeln 50er-Jahre-Haus in ein Juwel

Statt Abriss und Neubau: Ein Paar entschied sich für die Rettung eines Einfamilienhauses von 1952. Doch beim Umbau gab es teure Überraschungen.

Umbau von Einfamilienhäusern

„Mindestens 20 Prozent zurückhalten“ – Architekt rät zu Puffer beim Hausumbau

Wer eine Bestandsimmobilie saniert, kalkuliert oft zu knapp. Ein Architekt erläutert die Notwendigkeit finanzieller Reserven und warum Zeitdruck bei Handwerkern fatale Folgen hat.