Agrar

Prognose: Iran-Krieg lässt Düngemittelpreise rasant steigen

Bauern unter Druck: Weil die Straße von Hormus blockiert ist, können Düngemittel teils nicht verschifft werden. Das lässt weltweit die Preise steigen.

Landwirte sind auf Düngemittel angewiesen. (Illustration.)

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Landwirte sind auf Düngemittel angewiesen. (Illustration.)

Von dpa

Oxford - Das britische Beratungsunternehmen Oxford Economics erwartet wegen des Iran-Kriegs deutlich steigende Düngemittelpreise. Weltweit dürften sie um mehr als 30 Prozent im Vergleich zu 2025 zulegen, wie Oxford Economics mitteilte. Vor allem die Preissteigerungen des nachgefragten Düngers Harnstoff tragen demnach zu dem Anstieg bei. Hintergrund ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, durch die Düngemittel wie Harnstoff verschifft werden. 

Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, kurz FAO, werden im Jahr gewöhnlich 20 bis 30 Prozent der international gehandelten Düngemittelprodukte durch die Meerenge transportiert. Die Golfregion ist wichtig für die Versorgung, weil dort Gas und weitere Vorprodukte für die Düngemittelerzeugung wie Schwefel reichlich vorhanden sind.

Oxford Economics: Konkurrenz um Düngemittelvorräte

Oxford Economics zufolge ist die Europäische Union auf Importe angewiesen, um Düngemittel produzieren zu können. Der Anteil der heimischen Produktion am verbrauchten Stickstoffdünger, darunter fällt auch Harnstoff, liegt der Analyse zufolge zwischen 10 und 20 Prozent. 

Die EU werde mit anderen Akteuren auf dem Weltmarkt um die schwindenden Düngemittelvorräte konkurrieren müssen, heißt es von Oxford Economics. Auf Importe aus dem Nahen Osten sei Europa - anders als etwa Australien, Thailand und Brasilien - aber nicht angewiesen.

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Erstellt:
22. Mai 2026, 06:42 Uhr

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