Menschenrechte

Stiftung: Kämpfen um Leben von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Seit Monaten verschlechtert sich der Gesundheitszustand der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi. Ihr Umfeld wendet sich jetzt an die Vereinten Nationen.

Ihr Umfeld kämpft ums Überleben der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi. (Archivbild)

© Uncredited/Narges Foundation Archive/AP/dpa

Ihr Umfeld kämpft ums Überleben der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi. (Archivbild)

Von dpa

Teheran/Paris - Die inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi schwebt nach Angaben ihrer Unterstützer in Paris "zwischen Leben und Tod". "Zum ersten Mal müssen wir feststellen, dass für Narges Mohammadi konkrete Lebensgefahr besteht", sagte der Nahost-Regionalleiter der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen, Jonathan Dagher, auf einer Pressekonferenz. 

Ihre Anwältin, Chirinne Ardakani, sagte nach Angaben der Stiftung der Nobelpreisträgerin: "Wir kämpfen nicht nur für ihre Freiheit. Wir kämpfen darum, dass ihr Herz weiter schlägt." Ihre Unterstützer hätten formell an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, appelliert, sich für Mohammadi einzusetzen.

Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Menschenrechtlerin erneut inhaftiert

Die 54‑Jährige befindet sich in einem Krankenhaus in Sandschan im Nordwesten des Irans. Dort ist sie im Zentralgefängnis inhaftiert. Nach Angaben aus ihrem Umfeld wurde Mohammadi wegen akuter Herzprobleme auf eine Intensivstation verlegt. Sie leide unter anhaltend instabilen Blutdruckwerten sowie starker Übelkeit, hieß es am Wochenende. 

Bereits im April hatte ihr Bruder, Hamid-Reza Mohammadi, gewarnt, dass ihr Gesundheitszustand besorgniserregend sei.

Anfang Februar war die Friedensnobelpreisträgerin nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen Verschwörung und propagandistischer Tätigkeit verurteilt worden. Zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.

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Erstellt:
6. Mai 2026, 12:06 Uhr

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