Konjunktur-Umfrage

Stimmung in der Wohnungsbaubranche bricht laut Ifo ein

Lieferengpässe und geopolitische Unsicherheit setzen dem Wohnungsbau zu. Das Ifo-Institut sieht den stärksten Einbruch der Stimmung seit vier Jahren.

Die Stimmung der Wohnungsbaubranche ist getrübt. (Symbolbild)

© Malin Wunderlich/dpa

Die Stimmung der Wohnungsbaubranche ist getrübt. (Symbolbild)

Von dpa

München - Die Stimmung in der deutschen Wohnungsbauwirtschaft ist laut einer Konjunkturumfrage im April so stark eingebrochen wie seit rund vier Jahren nicht mehr. Das Geschäftsklima fiel laut dem Münchner Ifo-Institut von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte – der stärkste Rückgang seit April 2022. In den Jahren 2023 und 2024 war das Geschäftsklima mit Werten teils zwischen minus 40 bis um die minus 60 Punkten insgesamt jedoch noch schlechter. 

Vor allem die Zukunftserwartungen der Unternehmen trübten sich derzeit deutlich ein, aber auch die Beurteilung der laufenden Geschäfte verschlechtere sich, hieß es nun. "Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.

Die Sorgen um Lieferengpässe nehmen den Angaben zufolge spürbar zu. Im April meldeten 9,2 Prozent der befragten Unternehmen Einschränkungen bei der Materialversorgung – vor allem bei Grundstoffen. Zuvor hatte dieser Wert über zwei Jahre hinweg bei lediglich rund einem Prozent gelegen.

Im laufenden Geschäft blieb die Lage derweil weitgehend stabil. Der Anteil der Betriebe, die über zu wenig Aufträge klagen, veränderte sich kaum und lag bei 43,8 Prozent. Auch die Stornierungsquote blieb mit 10,8 Prozent nahezu unverändert.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Mai 2026, 08:16 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Start in Stuttgart

Mercedes-Autos lenken bald selbst durch den Stadtverkehr

Als erster Hersteller bringt Mercedes-Benz Point-to-Point-Navigation nach Deutschland. Was das System kann – und warum es nicht mit autonomen Fahren verwechselt werden darf.

Vorher-Nachher

„Das kann man mit Geld nicht kaufen“ – Architekten verwandeln 50er-Jahre-Haus in ein Juwel

Statt Abriss und Neubau: Ein Paar entschied sich für die Rettung eines Einfamilienhauses von 1952. Doch beim Umbau gab es teure Überraschungen.

Umbau von Einfamilienhäusern

„Mindestens 20 Prozent zurückhalten“ – Architekt rät zu Puffer beim Hausumbau

Wer eine Bestandsimmobilie saniert, kalkuliert oft zu knapp. Ein Architekt erläutert die Notwendigkeit finanzieller Reserven und warum Zeitdruck bei Handwerkern fatale Folgen hat.