Iran-Krieg

Trump gibt ein Versprechen ab

Der US-Präsident äußert sich zum Fortgang im Iran. Mehrere Medien berichten das Gegenteil von dem, was Trump sagt.

US-Präsident Donald Trump winkt zu Reportern, während seiner Ankunft am Weißen Haus.

© Jose Luis Magana/FR159526 AP/dpa

US-Präsident Donald Trump winkt zu Reportern, während seiner Ankunft am Weißen Haus.

Von Christian Gottschalk

Donald Trump hat Klartext gesprochen – und niemand weiß, was das tatsächlich bedeutet. Die Halbwertszeit der Äußerungen, die der US-Präsident so fallen lässt, ist schon traditionell nicht besonders lang. In diesem Fall gibt es Berichte, die praktisch das Gegenteil von dem transportieren, was Trump verkündet hat: Vor den Zwischenwahlen Anfang November werde es keine weiteren Angriffe auf den Iran mehr geben.

Trump redet von konstruktiven Gesprächen

„Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die US-Regierung führe unterdessen „konstruktive Gespräche“ mit Teheran, so der US-Präsident weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen „Sieben-Tage-Plan“ übermittelt und eine Antwort erhalten – darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.

Trump macht der von den USA und Israel begonnene Angriffskrieg auf den Iran zunehmend zu schaffen. Vor seiner Wahl hatte der Präsident versprochen, das Militär nicht weiter in kostspielige Auslandseinsätze zu schicken. Der Krieg trifft in weiten Teilen des Landes auf Ablehnung, besonders in Verbindung mit den stark gestiegenen Preisen für Benzin und Diesel. Er ist wegen der monatlichen Kosten von rund drei Milliarden Dollar sind zu einem zentralen Thema im aktuellen US-Wahlkampf geworden.

Medien berichten das Gegenteil

Mehrere Medien hatten unmittelbar vor der Äußerung Trumps berichtet, dass dieser neue Militärschläge gegen den Iran erwäge. Unter anderem berichtete das Portal „Axios“ unter Berufung auf US-Beamte, dass das Pentagon die Anweisung erteilt habe, Vorbereitungen für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen abzuschließen. In diesem Fall könne man von „massiven Bombardierungen iranischer Energie-, Infrastruktur- und Energieanlagen“ ausgehen, so ein Insider gegenüber Axios. Zuvor berichteten NBC News und die Zeitschrift „The Atlantic“ über die Pläne in Washington.

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Erstellt:
9. Oktober 2026, 07:38 Uhr

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