Staatsbesuch in den USA

Unbehagen in London: Trump plaudert über Treffen mit Charles

Die Rolle des britischen Monarchen ist strikt unpolitisch. Gespräche mit dem König sind streng vertraulich. US-Präsident Donald Trump kümmert das wenig.

Der britische König Charles III. (2.v.l.) und Königin Camilla (l) werden am ersten Tag des Staatsbesuchs in den USA von US-Präsident Donald Trump (2.v.r.) und First Lady Melania Trump vor dem Weißen Haus begrüßt.

© Chris Jackson/PA Wire/dpa/Chris Jackson

Der britische König Charles III. (2.v.l.) und Königin Camilla (l) werden am ersten Tag des Staatsbesuchs in den USA von US-Präsident Donald Trump (2.v.r.) und First Lady Melania Trump vor dem Weißen Haus begrüßt.

Von red/dpa

Zu den ehernen Gesetzen des britischen Königshauses gehört, dass der Monarch seine Meinung in politischen Fragen nie äußert. Beim Staatsbesuch von König Charles III. in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump diese Regel verletzt und damit Unbehagen in Großbritannien ausgelöst. 

Beim Staatsbankett zu Ehren des Königspaars in Washington sagte Trump über den Iran: „Wir haben einen bestimmten Gegner militärisch besiegt und wir werden diesen Gegner niemals – Charles stimmt mit mir darin überein, sogar mehr als ich selbst – wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe erlangen lassen.“

Kritiker dürften sich bestätigt fühlen

Mitarbeiter des Königshauses seien zusammengezuckt bei den Worten des Republikaners, berichteten britische Medien. Doch auch das ist ein ehernes Gesetz: Weder der König noch Vertreter des Palasts ließen sich etwas anmerken. 

Charles hielt eine mit Scherzen gespickte Tischrede. Vom Buckingham-Palast hieß es: „Der König ist sich selbstverständlich bewusst über die seit langem etablierte und hinlänglich bekannte Position der Regierung zur Nichtverbreitung von Atomwaffen.“

Kritiker des Staatsbesuchs dürften sich jedoch bestätigt fühlen. Der Chef der Liberaldemokraten im britischen Parlament, Ed Davies, hatte gewarnt: „Präsident Trump ist eine der am wenigsten berechenbaren Personen, die es auf dem internationalen Parkett je gegeben hat und ich hoffe, dass er unseren König nicht blamiert.“

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Erstellt:
29. April 2026, 12:34 Uhr

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