Wirtschaftsforschung

Zahl industrieller Betriebe sinkt

Immer mehr Unternehmen aus Traditionsbranchen schließen. Deutschlands Wirtschaft sortiert sich neu, wie eine Auswertung zeigt.

Deutschlands Wirtschaft erlebt angesichts der angespannten Konjunktur schwere Zeiten. (Symbolbild)

© Patrick Pleul/dpa

Deutschlands Wirtschaft erlebt angesichts der angespannten Konjunktur schwere Zeiten. (Symbolbild)

Von dpa

Neuss - Innerhalb von 15 Jahren ist die Anzahl der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe um fast 20 Prozent gesunken, wie eine Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt. Lag der Anteil industrieller Betriebe an der Gesamtwirtschaft 2010 noch bei 7,8 Prozent, waren es im Jahr 2024 nur noch 6,6 Prozent. Am meisten Rückgang verzeichneten Betriebe in der Druck- und Medienbranche, der Metallindustrie sowie in der Bekleidungsbranche. Zu anderen wirtschaftlichen Größen, wie etwa zur Wertschöpfung oder zur Beschäftigung, macht die Untersuchung keine Angaben.

"Deutschland erlebt einen stillen Umbau seiner mittelständischen Wirtschaftsstruktur", sagte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Der Strukturwandel wirke sich zulasten der Industrie aus, die traditionell für Produktivitätsfortschritt, Innovation und Exportstärke stehe.

Während die Betriebszahlen im Verarbeitenden Gewerbe zurückgingen, wuchsen laut Creditreform Dienstleistungen, Spezialisierungen und personenbezogene Tätigkeiten. Besonders Hausmeisterdienste, Energieversorgung und Grundstücks- und Wohnungswesen legten leicht zu.

Für die Untersuchung wurde die Zahl der Betriebe in unterschiedlichen Branchen in den Jahren 2010 und 2024 analysiert.

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Erstellt:
12. Mai 2026, 18:38 Uhr

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