Mount Everest

Zwei Helikopter kollidieren beim Landeanflug auf 4371 Metern

In Nepal stoßen zwei Hubschrauber beim Anflug auf einen Landeplatz unweit des Basislagers am Mount Everest zusammen. Ein Tourist stirbt, die beiden Piloten erleiden Verletzungen.

Dieses von der nepalesischen Polizei zur Verfügung gestellte Bild zeigt Rettungskräfte, die einen Hubschrauber untersuchen, der direkt unterhalb des Basislagers des Mount Everest in Nepal abgestürzt war.

© Uncredited/Nepal Police/AP/dpa

Dieses von der nepalesischen Polizei zur Verfügung gestellte Bild zeigt Rettungskräfte, die einen Hubschrauber untersuchen, der direkt unterhalb des Basislagers des Mount Everest in Nepal abgestürzt war.

Von Markus Brauer

Bei der Kollision zweier Hubschrauber in der Mount-Everest-Region in Nepal ist ein indischer Staatsbürger ums Leben gekommen, ein Neuseeländer wurde verletzt.

Die beiden Hubschrauber kollidierten am Dienstag (3. November) bei dem Versuch, unterhalb des südlichen Basislagers am Mount Everest, das auf 5364 Metern liegt, zu landen. Die Flugzeuge transportierten Wanderer, die in der aktuellen Hauptsaison zum Basislager unterwegs waren.

Videos zeigen, wie die Rotorblätter eines Hubschraubers den Rumpf des anderen wenige Meter über dem Boden trafen. Beide Hubschrauber versuchten, aus entgegengesetzter Richtung kommend etwa zur gleichen Zeit auf einer als Landeplatz benutzten Schnee- oder Eisfläche zu landen. Beide Hubschrauber blieben nach dem Absturz schwer beschädigt liegen.

Am Mount Everest ist Trekking-Hauptsaison

Starker Schneefall hatte die Route bedeckt, bevor sich das Wetter am Sonntag (1. November) besserte und Tausende von Wanderern sich fortbewegen konnten.

Bei dem Absturz kam ein 47-jähriger Tourist aus Indien ums Leben, wie Beamte des Distrikts Solukhumbu berichten. Ein Passagier aus Neuseeland wurde verletzt und zur Behandlung in die Hauptstadt Kathmandu gebracht.

Ein nepalesischer Pilot erlitt Verletzungen, wurde aber vor Ort behandelt. Der Absturz ereignete sich mitten in der Hauptsaison für Trekkingtouren in Nepal.

Kollision auf 4200 Metern Höhe

Die Hubschrauber wurden von zwei privaten Firmen, Fishtail Air und Dynasty Air, betrieben. Fishtail Air teilt in einer Erklärung mit, dass sich an Bord ihres Hubschraubers Passagiere befänden, die aus der Everest-Region gerettet worden seien. Ein Sprecher von Dynasty Air erklärte, der Hubschrauber habe lediglich Fracht transportiert.

Das südliche Base Camp ist sowohl Ziel von Trekkingtouren als auch der Ausgangspunkt für Expeditionen zum Gipfel des mit 8849 Metern höchsten Bergs der Erde. Wie es zur Kollision kam, ist unklar. Wie die „Kathmandu Post“ unter Berufung auf Beamte berichtet, gab es vermutlich bei der Kommunikation zwischen beiden Piloten ein Missverständnis.

Die Hubschrauber stürzten bei dem Dorf Pheriche ab, das auf 4200 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Laut einer Sprecherin von Fishtail handelte es sich bei dem indischen Staatsbürger und dem Neuseeländer an Bord um Touristen.

Jahrelanger Streit um Hubschrauberflüge

Am Mount Everest gibt es keine Straßen, und Hubschrauber sind die einzige Möglichkeit, Wanderer und Führer dorthin zu bringen, die den Aufstieg nicht zu Fuß bewältigen können. Die normale Trekkingtour zum Basislager des Mount Everest dauert bis zu zwei Wochen und startet vom einzigen Flugfeld in der Gegend. Für Nepal ist der Trekking-Tourismus auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Seit Jahren wird der „Kathmandu Post“ zufolge eine hitzige Diskussion zwischen Anbietern von Hubschraubertouren in der Everest-Region und lokalen Gemeinden geführt. Die Gemeinden sehen in der zunehmenden Zahl von Hubschrauberflügen in der Region eine Bedrohung für das empfindliche Ökosystem. Auf der anderen Seite werde argumentiert, die teuren Rundflüge in der Region seien wichtig für den einheimischen Tourismusmarkt.

Mit AP/dpa-Agenturmaterial

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Erstellt:
3. November 2026, 12:58 Uhr
Aktualisiert:
3. November 2026, 13:01 Uhr

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